Betrug in 132 Fällen - Bankangestellte verurteilt

Passau - Eine leitende Bankangestellte ist am Freitag vom Landgericht Passau wegen Betruges und Untreue zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die 44- Jährige in 132 Fällen eigenmächtig Überweisungen vornahm und hohe Bargeldsummen für sich selber abzweigte. So habe die Frau seit 2003 in der Bankfiliale in Pocking etwa 220 000 Euro in die eigene Tasche gesteckt. Der Schaden für die Bank liege sogar bei 400 000 Euro. Die Angeklagte räumte die Vorwürfe in vollem Umfang ein. Das Urteil ist rechtskräftig.

Laut Anklage hatte die Bankangestellte Darlehen an Kunden vergeben, ohne deren Kreditwürdigkeit korrekt zu prüfen. Als die Rückzahlungen auf sich warten ließen, überbrückte die Frau die Außenstände mit Überweisungen von anderen Kundenkonten, um ihren Ruf als erfolgreiche Bankerin zu wahren. Die neuen Löcher stopfte sie wiederum mit weiteren Überweisungen. Im Laufe der Zeit hob sie auch immer wieder Bargeld für sich ab. Ihren Vorgesetzten fielen die zwischen 2003 und 2008 vorgenommenen Manipulationen nie auf. Erst eine Innenrevision Anfang dieses Jahres deckte die Taten auf.

dpa/lby

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