Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei"
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Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache.

Betrug mit Hausbootverleih-Fake-Homepage: Mehr Anzeigen

Urlaub auf dem Wasser, viele träumen davon und wollen sich ein Hausboot mieten. Doch das kann auch gründlich schief gehen, da Betrüger auf dem Markt mitmischen.

Neubrandenburg/Rheinsberg - Der Internetbetrug mit falschen Miet-Hausbooten an der Mecklenburgischen Seenplatte weitet sich aus. Nach Angaben der Polizei in Neubrandenburg und Neuruppin geht die Polizei inzwischen mindestens zehn Strafanzeigen mit Bezug auf die als Fake bezeichnete Seite www.dein-hausbooturlaub.de nach. Auch an einer Adresse am Stadthafen in Waren an der Müritz, den die mutmaßlichen Betrüger als Sitz angegeben hatten, hätten sich Geschädigte gemeldet, die ihr Hausboot suchten, hieß es.

Die Polizei hatte nach ersten Anzeigen am Montag bereits vor Hausboot-Betrügern gewarnt. Die Sperrung der Internetseite habe höchste Priorität, sagte eine Polizeisprecherin. Dies habe aber zunächst noch nicht erfolgen können, weil der Internetprovider noch nicht bekannt sei.

Die Beamten wiesen in dem Zusammenhang auf zwei mit dieser Hausboot-Internetseite verbundene Ferienhaus-Plattformen hin, bei denen es sich ebenfalls um Betrug handeln könnte. Am Wochenende war eine Urlauberin in Wittstock angereist, wo es die angebotene Ferienwohnung aber gar nicht gab, hieß es.

Auf der Hausboot-Seite wird mit Kopien von Bootsfotos und falschen Angaben über vermeintlich günstige Tarife um Interessenten geworben, sagte die Neubrandenburger Sprecherin. Nach Anzahlung von jeweils etwa 600 Euro breche aber jeder Kontakt zu den Seitenbetreibern ab, wie Betroffene berichteten. In Rheinsberg habe ein Bootsbesitzer Anzeige erstattet, dessen Boot auf der Internetseite zum Vermieten angeboten wird. Die Mecklenburgische Seenplatte und das Havelgebiet, das von Rheinsberg bis Waren reicht, gelten als beliebtes Hausbootrevier. dpa

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