Nürnberg

Betrugsverdacht: Rechneten BAMF-Mitarbeiter Dienstreisen falsch ab?

Nürnberg - Gegen drei Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird ermittelt: Sie sollen durch falsche Abrechnungen Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich verursacht haben.

Wegen möglicherweise falsch abgerechneter Dienstreisen ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen drei Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Behörde habe bereits vor einem Jahr Anzeige gegen einen 58 Jahre alten Referatsleiter und zwei 54 Jahre alte Mitarbeiter - eine Frau und einen Mann - erstattet, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Antje Gabriels-Gorsolke, am Mittwoch. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Nürnberger Nachrichten“. Ermittelt werde wegen Verdachts auf Betrug beziehungsweise Untreue.

Die zwei Mitarbeiter waren laut Gabriels-Gorsolke in Rheinland-Pfalz eingestellt, arbeiteten tatsächlich aber mehr am Sitz der Behörde in Nürnberg. Sie sollen mehrfach Kosten für Dienstreisen abgerechnet haben, die nie stattgefunden haben oder privater Natur waren. Es gehe um einen Zeitraum von 2011 bis Ende 2014. Durch die zweistellige Zahl von Reisen soll ein Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich entstanden sein. Bei dem Referatsleiter bestehe der Verdacht, dass er nicht auf die Versetzung der zwei Mitarbeiter hingewirkt habe und die Reisen eventuell sogar angeordnet habe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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