Betrunkener Geisterfahrer verursacht Chaos

Brannenburg - Ein betrunkener Geisterfahrer hat auf der Autobahn 93 bei Brannenburg Chaos verursacht. Nur Dank der Geistesgegenwart anderer Verkehrsteilnehmer und dem schnellen Eingreifen de Polizei wurde eine Katastrophe verhindert.

Zuerst war der 32-jährige Autofahrer aus aus dem österreichischen Walchsee in Tirol anderen Autofahrern aufgefallen, weil er offensichtlich betrunken auf der Autobahn 93 unterwegs war. Als der Mann dann auch noch seinen Wagen wendete und auf der Autobahn in falscher Richtung losfuhr, bahnte sich eine  Katastrophe an. Dank der Mithilfe anderer Verkehrsteilnehmer und dem sofortigen Eingreifen der Polizei konnte jedoch das Schlimmste verhindert werden. So kam es nur zu zwei Unfällen mit Sachschaden.

Um 02:12 Uhr teilte ein Lkw-Fahrer der Einsatzzentrale einen betrunkenen Autofahrer kurz nach der Anschlussstelle Reischenhart (Landkreis Rosenheim) mit. Der Autofahrer stand zu diesem Zeitpunkt auf dem Seitenstreifen vor dem Lkw des Mitteilers. Unmittelbar nach dieser Mitteilung fuhr der Autofahrer plötzlich los, wendete auf der Fahrbahn und fuhr in falscher Richtung weiter.

Der polnische Fahrer eines 40-t-Sattelzuges befuhr in diesem Moment den linken Fahrstreifen in Richtung Kufstein und sah den Geisterfahrer plötzlich auf seinem Fahrstreifen auf sich zukommen. Er leitete sofort eine Vollbremsung ein und lenkte den Sattelzug gegen die Mittelleitplanke wodurch er einen Zusammenstoß mit dem Pkw verhindern konnte. Dieser fuhr weiter in falscher Richtung und prallte nach ca. 2,5 Kilometer Falschfahrt in die rechte Leitplanke, wo der Pkw beschädigt liegenblieb.

Bereits eine Minute nach der Mitteilung über den Geisterfahrer konnte eine Streife der PI Fahndung den Verkehr am Inntaldreieck Richtung Kufstein anhalten und somit eine weitere Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer verhindern. Der Geisterfahrer wurde noch an der Unfallstelle festgenommen, ein Alcotest ergab über zwei Promille. Es handelt sich um einen 32-jährigen Österreicher aus Walchsee/Tirol, der zuvor das Herbstfest Rosenheim besucht hatte. Er mußte sich einer Blutentnahme unterziehen und den Führerschein abgeben. Außerdem erwartet ihn eine erhebliche Geldstrafe.

Am dem polnischen Lkw entstand Sachschaden in Höhe von rund  20.000 Euro. Am Pkw des Österreichers entstand Totalschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro. Außerdem wurden Mittelleitplanke und rechte Leitplanke beschädigt, ca. 2.000 Euro. Der Lkw musste durch ein örtliches Abschleppunternehmen geborgen werden. Der linke Fahrstreifen der Autobahn musste für ca. 2 Stunden gesperrt werden. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kam es zu keinen größeren Behinderungen.

Rubriklistenbild: © dpa

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