Betrunkener Mann hält Retter auf Trab

Berchtesgaden - Er war auf dem Heimweg von einer durchzechten Nacht, er war verletzt und er hielt Rotes Kreuz und Polizei auf Trab: Am Ende musste die Bergwacht den 53-Jährigen retten.

Der bereits unterkühlte Berchtesgadener wurde schließlich von der Bergwacht mit einer Platzwunde aus steilem Waldgelände zwischen Reckensberg und Koppenleiten gerettet.

Bereits gegen 2 Uhr wurde bei der Leitstelle Traunstein ein Mann mit einer blutenden Wunde gemeldet. Als die alarmierte Rettungswagen-Besatzung eintraf, entfernte sich der Berchtesgadener aber ohne sich behandeln zu lassen. Um 4.37 Uhr mussten der Berchtesgadener Notarzt und die Rettungsassistenten erneut ausrücken, da der Mann im Bereich der Schroffenbergallee bewusstlos mit einer Kopfverletzung im Straßengraben lag. Abermals flüchtete der Mann in unbekannte Richtung, als das Rote Kreuz eintraf. Polizei und Sanitäter suchten den Marktbereich erfolglos nach ihm ab.

Um 6.40 Uhr wurde der Mann dann durch einen BRK-Mitarbeiter auf den Weg zum Dienst im Bereich Reckensberg (Unterau) angetroffen und wegen seiner stark blutenden Kopfverletzung angesprochen. Abermals wollte er sich nicht helfen lassen. Er flüchtete erneut im oberen Bereich des Reckensberges über steiles Waldgelände, durch einen Bach und auf der anderen Seite in Richtung Koppenleiten, wobei er mehrfach stürzte.

Ein Bergführer der Polizei und die Bergwacht Berchtesgaden folgten ihm durch unwegsames Gelände und überredeten ihn, das Steilgelände zu verlassen. Im Bereich Koppenleiten wurde er durch die Bergwacht erstversorgt.

Erst als ihn dann die Polizei dazu zwang, ließ sich der deutlich alkoholisierte Mann in den Retttungswagen bringen und durch den Notarzt versorgen. Zur weiteren Behandlung brachten ihn die Einsatzkräfte in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Neben drei Polizeibeamten war das Rote Kreuz bei der letzten Alarmierung mit zwei Rettungswagen, dem Berchtesgadener Notarzt und der Bergwacht rund zwei Stunden lang beschäftigt.

Rubriklistenbild: © dpa

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