Die Wachstumsregion ist orangefarben: Oberbayerische Landkreise profitieren vom Bevölkerungswachstum bis 2028. (Klicken Sie unten auf die gesamte Regionenkarte für eine größere Ansicht.)

Bevölkerungsprognose: Kreis Erding bleibt Spitzenreiter

München - Immer mehr Menschen leben in Bayern – die Einwohnerzahl wird auch in den kommenden Jahren zunehmen. Die Menschen zieht es nach wie vor vornehmlich in den Großraum München.

Bayern legt auch in den kommenden Jahren weiter zu. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik in München gestern mit. Aber die Entwicklung sieht je nach Region unterschiedlich aus: Während der Großraum München gefragt bleibt, drohen weite Teile Frankens und der Oberpfalz auszubluten.

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Nach den neuesten Zahlen wird die Einwohnerzahl in Oberfranken binnen 20 Jahren um satte 9,6 Prozent schrumpfen. Für Unterfranken beziffern die Statistiker das erwartete Minus auf 5,6 Prozent. Deutlich besser sind die Aussichten für Oberbayern: Dort lebten Ende 2008 mehr als 4,3 Millionen Menschen, in 20 Jahren werden voraussichtlich knapp 330 000 hinzugekommen sein. In ganz Bayern wohnen zurzeit 12,5 Millionen Menschen. Die Statistiker gehen davon aus, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2020 um mehr als 140 000 Menschen wächst. Danach werde sie allmählich abnehmen.

Spitzenreiter in Oberbayern ist wie schon in den Prognosen der Vorjahre Erding. Wurde 2008 die Prognose für den Kreis bis zum Jahr 2026 auf plus 12,8 Prozent beziffert, liegt sie jetzt bei 15,5 Prozent bis 2028. Das zweitstärkste Wachstum wird dem Kreis Landsberg am Lech (plus 13 Prozent), gefolgt vom Kreis Freising (plus 12,3 Prozent) zugeschrieben. Doch es gibt auch Verlierer: Hierzu zählen Altötting (-4,3 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (-3,2 Prozent). Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) sieht wegen dieser Zahlen Folgen für die Landesentwicklungspolitik. „Unser Ziel ist es, Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten auch dann zu erhalten, wenn die Auslastung wegen rückläufiger Einwohnerzahlen sinkt“, sagte sie. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte, dass es eine der Zukunftsfragen in Bayern sein werde, den starken regionalen Unterschieden entgegenzuwirken.

mm

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