Bezirksmitarbeiter wegen Untreue in U-Haft

Ansbach - Ein Verwaltungsmitarbeiter soll im Laufe der letzten Jahre rund 100 000 Euro des Bezirks Mittelfranken auf sein eigenes Konto umgeleitet haben.

Der Mann sitze seit vergangener Woche wegen des Verdachts auf Untreue in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger am Donnerstag in Ansbach. "Er soll im Todesfall von Leistungsberechtigten das Taschengeld und die Rente im Sterbemonat sowie bei vorhandenem Nachlass eine Rückerstattung erbrachter Leistungen von den Familien verlangt und die eingehenden Zahlungen auf eigene Konten transferiert haben."

Der Bezirk ist für die Sozialarbeit oberhalb der Gemeindeebene zuständig. Während die Rückforderungen an sich noch rechtmäßig seien, handele es sich - sofern der Vorwurf zutreffe - bei den Überweisungen auf Tarnkonten um Untreue, sagte Lehnberger. Die Ermittler überprüften nun die Arbeit des Angestellten seit August 2004 - vorherige Fälle wären bereits verjährt. Aufgefallen waren die Machenschaften, als ein Vertreter die Arbeit des langjährigen Mitarbeiters übernahm. Gegen den Beschuldigten wurde nun Haftbefehl erlassen.

dpa 

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