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BHG-Präsident Siegfried Gallus bekommt bei der Delegiertenversammlung keinen Gegenkandidaten.

Kampfkandidatur im Gaststättenverband verhindert

München - Im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG) soll eine Kampfkandidatur um das Präsidentenamt verhindert werden.

Nach Angaben des Verbands vom Freitag hat der BHG-Vizepräsident Ulrich Brandl aus Rimbach im Bayerischen Wald seine angekündigte Kandidatur für das Präsidentenamt zurückgezogen. Er wollte ursprünglich gegen Präsident Siegfried Gallus antreten, der verbandsintern heftig kritisiert worden war.

In der Nacht zum Freitag hatte eine Sondersitzung aller Präsidiumsmitglieder und Bezirksvorsitzenden des Verbands stattgefunden. In aller Offenheit seien alle vorgetragenen Kritikpunkte diskutiert worden, teilte der Verband mit. Nachdem den Kernforderungen nach mehr Teamarbeit und offenerer Kommunikation künftig Rechnung getragen werden solle, zog Brandl seine Kandidatur zurück. Alle Beteiligten sollen sich gegenseitig das Vertrauen ausgesprochen haben. Deshalb werde sich das Präsidium auf der Landesdelegiertenversammlung am Dienstag (28. Oktober) in Augsburger geschlossen zur Wiederwahl stellen.

Im Verband hatte es heftige Auseinandersetzungen um das strikte Rauchverbot in Gaststätten gegeben, für das sich Gallus gegen Widerstand in den eigenen Reihen stark gemacht hatte. Er hatte die kompromisslose Linie der CSU befürwortet. Dagegen hatten sich -angeführt vom Vorgänger von Gallus, dem Wiesnwirt Wiggerl Hagn -namhafte Verbandsmitglieder gewehrt und mit einer Klage gegen das rigorose Rauchverbot gedroht. Ein Teil der Verbandsmitglieder hatte die Abwahl von Gallus betrieben und sich für Brandl ausgesprochen. Die BHG-Landesdelegiertenversammlung findet am Montag und Dienstag in Augsburg statt.

dpa

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