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In der Kritik: BHG-Präsident Siegfried Gallus.

Streit im Bayerischen Gaststättenverband

München - Dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG) steht eine Kampfkandidatur an der Führungsspitze ins Haus. Teile der Verbands wollen den amtierenden Präsidenten Siegfried Gallus bei der Landesdelegiertenversammlung Anfang nächster Woche in Augsburg abwählen.

Landesgeschäftsführer Ralf Schell bestätigte am Dienstag, dass BHG-Vizepräsident Ulrich Brandl aus Rimbach im Bayerischen Wald bei der Wahl als Gegenkandidat antreten werde.

Hintergrund des Unmuts im Verband ist das strikte Rauchverbot in Gaststätten, für das sich Gallus gegen Widerstand in den eigenen Reihen stark gemacht hatte. Er hatte die kompromisslose Linie der CSU befürwortet. Dagegen hatten sich - angeführt vom Vorgänger von Gallus, dem Wiesnwirt Wiggerl Hagn - namhafte Verbandsmitglieder gewehrt und mit einer Klage gegen das rigorose Rauchverbot gedroht.

"Wir führen noch Gespräche, um eine Kampfabstimmung zu vermeiden", sagte Geschäftsführer Schell. Es müsse aber mit einer turbulenten Delegiertenversammlung in Augsburg gerechnet werden. Anzeichen deuteten darauf hin, dass es nach den herben Verlusten der CSU bei der Landtagswahl auch zu einer Generalabrechnung im Verband kommen könnte. Auch die Nähe von Gallus zum scheidenden Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) sei von Verbandsmitgliedern heftig kritisiert worden.

dpa

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