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Blumen außerhalb des Stadtgebiets sind für die Bienen erst mal Tabu - sie haben sich mit Faulbrut infiziert.

Bienen unter Quarantäne

Kitzingen - Ein Sperrbezirk mit einem Radius von etwa einem Kilometer wurde für Bienen im Stadtgebiet von Kitzingen festgelegt - Schuld ist die Amerikanischen Faulbrut, mit der sich die Tiere infiziert haben.

Alle Imker in diesem Bereich müssen sich nun bei dem Amt melden und dürfen ihre Völker nicht aus dem Sperrbezirk hinausbringen. Zugleich dürfen keine Bienenvölker in das Gebiet hinein. Die Faulbrut wird durch Bakterien, die sehr aggressiv sind, verursacht und führt zum Absterben der Bienenbrut. Der Erreger ist für Menschen ungefährlich. Daher kann auch der Honig unbedenklich verzehrt werden.

„Solche Faulbrutfälle treten immer mal wieder auf", erläuterte die Leiterin des Fachzentrums Bienen in Veitshöchheim, Friedgard Schaper. Bundesweit gebe es derzeit etwa 120 solcher Sperrbezirke. Bei einem starken Befall müssten alle Insekten getötet und das Wabenmaterial verbrannt werden. Sollte ein Bienenvolk nur mäßig mit den Bakterien infiziert sein, könnten die Bienen mit einem speziellen Verfahren davon befreit werden.

Nach Schapers Worten werden die Bakterien sehr leicht übertragen, sind auch nach Jahrzehnten noch nachweisbar und sterben erst bei einer Temperatur von mehr als 160 Grad ab. "Für den Menschen ist die Faulbrut absolut harmlos. Selbst Säuglinge können Sie mit dem Honig der Bienen füttern", sagte Schaper, deren Bienenzentrum bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau angesiedelt ist. Allerdings sollten die leeren Honiggläser gut ausgewaschen werden, bevor sie in den Müll kommen. Ansonsten könnten sich Bienen, die die Gläser auslecken, erneut mit der Faulbrut anstecken.

dpa

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