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Die Bier-Bibel: Laut den Verfassern wurden erstmals alle bayerischen Brauereien unter die Lupe genommen und auf ihre Besonderheiten untersucht.

600 Brauereien aufgelistet

„Bier-Bibel“: Neuer  Brauerei-Führer ist da

München - Nirgendwo auf der Welt ist die Brauereidichte so hoch wie in Bayern. Damit niemand den Überblick nicht verliert, gibt es nun einen Brauereiführer.

Bayern ist ein katholisches Land - und ein Land des Bieres. In einem neuen Buch, das am Freitag in München vorgestellt wurde, werden diese beiden Seiten nun vereint. Die Autoren sprechen bei ihrem Werk „Bier aus Bayern“ gar von einer „Bier-Bibel“. Es ist ein Brauereiführer für alle, die bei der hohen Brauereidichte im Freistaat den Überblick zu verlieren drohen. Denn die ist nach Angaben des Bayerischen Brauerbundes so hoch wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Rund 630 Brauereien gibt es im Freistaat, und jede einzelne ist nach Angaben der Autoren im Buch aufgelistet - mit Adressen, Fotos und nützlichen Hinweisen zu Öffnungszeiten und kulinarischen Besonderheiten im jeweiligen Brauhaus. Von den großen und bekannten Braustätten in München bis hin zu ganz kleinen Privatbrauereien auf dem Land soll alles dabei sein - aufgespürt in jahrelanger Kleinarbeit. Die beiden Autoren Bastian Böttner und Markus Raupach haben sich unter Bierkennern bereits mit Büchern über fränkisches Bier und Bierkeller in Oberfranken einen Namen gemacht. „Wir kommen beide aus Bamberg - soviel zum Bier-Hintergrund“, sagt Böttner.

„Wenn man über die bayerische Biervielfalt redet, muss man über mehr reden als die Münchner Brauereien und das Oktoberfest“, betont Werner Gloßner, Geschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, die das Buchprojekt unterstützen. Der Wahlspruch der Vereinigung: „Vielfalt ist unser Bier“. Und so sind nicht nur die bekannten Namen wie Paulaner, Augustiner und Co. in dem Buch zu finden, sondern auch weniger bekannte Häuser. Denn es gibt nicht nur das „Hofbräu“ in München, sondern auch das „Hinterhofbräu“ in Aichach.

Außerdem listet das Buch „Bayrisch-Brau-Pub Claus' Hausbräu“ in Augsburg (Tipp: Spanferkelrollbraten) auf, die „Enzianbrauerei“ in Oberstdorf (Tipp: Dunkles Weizenbier-Sorbet), „Elch-Bräu“ im oberfränkischen Thuisbrunn (Tipp: Sauerbraten mit Kloß) oder die „Dampfbierbrauerei“ im niederbayerischen Zwiesel (Tipp: Schweinebraten in Dampfbiersoße) - um nur einen Bruchteil zu nennen.

Nebenbei gibt es Wissenswertes über Bierfeste landauf landab. Vom größten Volksfest der Welt bis zum Karpfhamer Fest in Karpfham-Rottal - und das nicht nur für die Bayern selbst, sondern auch für Touristen aus aller Welt. Der Brauerei-Führer ist nämlich zweisprachig und trägt den internationalen Untertitel „Bavarian Beer Guide“.

Zwar wiegt das Buch mit einem Kilo etwa soviel wie eine Maß Bier - Gloßner empfiehlt es dennoch für Wandertouren oder als ständigen Begleiter auf dem Beifahrersitz des Autos. Wie sagte doch der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) noch über Alkohol am Steuer? „Es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei.“

dpa

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