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Um die wesentlich höhere britische Biersteuer zu umgehen, haben drei Männer Bier in Deutschland versteuert, um es dann auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien zu verkaufen.

Prozess gestartet

Biersteuer-Hinterziehung in Millionenhöhe

Hof - Drei Männer sollen Bier in Deutschland versteuert und dann auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien verkauft haben, um die wesentlich höhere britische Biersteuer zu umgehen.

Die drei Männer müssen sich deswegen seit Montag vor dem Landgericht Hof verantworten. 

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem Beihilfe zur gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Nach Angaben eines Gerichtssprechers haben alle drei Angeklagten angekündigt, sich im Lauf des Prozesses zu den Vorwürfen zu äußern.

Bei zwei der Angeklagten geht es um einen Schaden von rund 29,4 Millionen Euro für den Fiskus Großbritanniens. Der dritte Angeklagte muss sich wegen eines Schadens von etwa 20,4 Millionen Euro verantworten.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Männer so getan, als seien rund 3000 Lastwagenladungen Bier von Frankreich, Belgien und aus den Niederlanden nach Deutschland exportiert worden. Tatsächlich aber sei das Bier zwischen August 2014 und November 2015 nach Großbritannien auf den dortigen Schwarzmarkt gebracht worden. Die Biersteuer in Großbritannien ist etwa zehnmal so hoch wie in Deutschland.

Im Dezember 2015 hatte es eine große Razzia bei der international organisierten Bande gegeben. Dabei wurden Objekte in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Tschechien durchsucht.

dpa

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