Todesfall im Impfzentrum

Corona: Mann aus Bayern starb kurz nach Biontech-Impfung - Obduktion klärt nun natürlichen Tod auf

  • Felicitas Bogner
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Im Impfzentrum auf der Würzburger Talavera verstarb ein 82-Jähriger nach der Corona-Erstimpfung. Eine Obduktion konnte jetzt klären, woran der Mann tatsächlich starb.

Update vom 16. März: Nachdem ein 82-Jähriger am vergangenen Donnerstag kurz nach der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer gestorben war, liegen jetzt die Obduktionsergebnisse vor. Laut Angaben der Würzburger Staatsanwaltschaft, die dem BR vorliegen, starb der Mann an einer natürlichen Todesursache. „Ein Zusammenhang bzw. eine Kausalität mit der erfolgten Impfung liegt nicht vor“, so Pressesprecher Thorsten Seebach.

Man sei sich bei dem Ergebnis auch hundertprozentig sicher. Es gebe keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Impfung, betonte Seebach noch einmal. Der Mann sei schwer vorerkrankt gewesen und daran auch verstorben. Die genaue Todesursache werde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes jedoch nicht genannt.

Würzburg: 82-Jähriger stirbt nach Corona-Impfung

(Erstmeldung vom 12. März) Würzburg - Ein 82-jähriger Mann ist am Donnerstagabend (11. März) kurz nach erfolgter Erstimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer* noch auf dem Gelände des Impfzentrums auf der Würzburger Talaverna gestorben. Die Impfung* selbst verlief „ohne Zwischenfälle“, wie der Ärztliche Leiter des Würzburger Impfzentrums, Dr. Christoph Zander, berichtet.

Würzburg: Mann wird gegen Corona geimpft - dann ging es ihm plötzlich schlechter

Der Verstorbene sei in Begleitung von Angehörigen zum Impftermin* erschienen. „Auch in der nachfolgenden Überwachung zeigte sich der Mann unauffällig“, schildert Zander. Der Vorfall sei dann wie folgt geschehen: „Er ging selbständig zum Auto zurück und klagte dort, dass es ihm nun schlechter ginge. Eine hinzugerufene Notfallärztin des Impfzentrums fand ihn leblos vor und brachte ihn gemeinsam mit seinen Angehörigen in den Notfallraum.

Tod nach Corona-Impfung: Verstorbener litt an „schwersten, lebensbedrohlichen Vorerkrankungen“

Aufgrund seiner Patientenverfügung, die Reanimationsmaßnahmen ausschließt, entschieden sich die Angehörigen gegen wiederbelebende Maßnahmen“, wie es in der Pressemitteilung des Landratsamtes heißt. Nach dem Tod des 82-Jährigen wurde die Polizei informiert, auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

Zander führt, wie das zuständige Landratsamt in einer Mitteilung herausgibt, weiter aus: „Der Patient litt an schwersten, lebensbedrohlichen Vorerkrankungen. Er äußerte im Beratungsgespräch den dringenden Wunsch nach einer Impfung, um wieder mehr Normalität im Alltag leben zu können.“ Insbesondere der Kontakt zu seinen Enkeln fehlte ihm durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona*-Pandemie sehr, habe er im Anamnese-Gespräch berichtet. (feb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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