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Bischof Friedhelm Hofmann

Bischof gegen Entschädigung für Missbrauchsopfer

Würzburg - Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat sich gegen direkte Entschädigungszahlungen der katholischen Kirche an Missbrauchsopfer ausgesprochen.

Bisherige Erfahrungen hätten gezeigt, dass das oft als “Schweigegeld“ gedeutet werde, sagte Hofmann am Mittwoch nach Angaben der Pressestelle seines Bistums. Hofmann begrüßte aber die Finanzierung von Hilfsangeboten für Opfer durch die Kirche - etwa bei therapeutischen Maßnahmen.

Nach seinem Bamberger Amtskollegen Ludwig Schick sprach sich auch Hofmann für längere Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch aus. “Eine Verlängerung der Verjährungsfrist ist eine begrüßenswerte Ausweitung des Opferschutzes“, sagte er dazu. Die Debatte über Entschädigungszahlungen angestoßen hatte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die FDP-Politikerin hatte freiwillige Wiedergutmachung angemahnt, hält aber eine Verlängerung der Verjährungsfrist von 10 auf 30 Jahre nicht für sinnvoll.

dpa

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