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Markus Söder muss einstecken.

Kirchenkritik an CSU

Bischof kontert Söders Einmisch-Vorwurf

Passau - Der Passauer Bischof Stefan Oster hat den Vorwurf von Finanzminister Markus Söder (CSU) zurückgewiesen, die Kirche mische sich zu sehr in die Politik ein.

Wo es um Menschenwürde, Menschenrechte und das Recht auf Arbeit und Leben gehe, sei es die Pflicht der Kirche zu sagen, was sie denke, sagte Oster am Samstag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks. Die Kirche sei „ein wichtiger Mitgestalter des sozialen Lebens“.

Der Gesellschaft attestierte der Passauer Bischof eine tiefe Verunsicherung. Wenn Fundamente des Glaubens in einer ursprünglich christlich geprägten Gesellschaft wegbrächen, halte man sich an allem Möglichen fest. Eine Folge sei auch der Aufwind für populistische Kräfte.

Vor einem Monat hatte Söder die Kirchen aufgefordert, sich weniger in die Politik einzumischen. „Natürlich dürfen und müssen Kirchen mahnen. Sie sollten aber keine Ersatzpolitiker sein und keine Ersatzpartei“, sagte der CSU-Politiker in einem Zeitungsbeitrag. Indirekt hatte Söder damit Wortmeldungen von Kirchenvertretern etwa in der Flüchtlingspolitik kritisiert.

dpa

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