Minderjähriger wurde Opfer 

Bistum versetzt Dekan nach Missbrauchsvorwurf in Ruhestand

Der Geistliche hat gestanden, sich vor vielen Jahren an einem Buben vergangen zu haben: Nach dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs ist der katholische Dekan von Nördlingen am Montag in den Ruhestand versetzt worden.

Nördlingen - Wie das Bistum Augsburg auf Anfrage mitteilte, wird dem Pfarrer vorgeworfen, sich an einer früheren Wirkungsstätte an einem Minderjährigen vergangen zu haben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass Bischof Konrad Zdarsa den 68-Jährigen von seinen Aufgaben als Stadtpfarrer von Nördlingen und Dekan entpflichtet habe. Am Sonntag wurden nach Angaben der Diözese die Gläubigen in den Gottesdiensten der Pfarreiengemeinschaft über den Schritt informiert.

Wie das Bistum berichtete, war vor zwei Wochen ein Schreiben mit den Vorwürfen gegen den Geistlichen bei dem Bischof und der Missbrauchsbeauftragten der Diözese eingegangen. Der Priester habe „die schon mehrere Jahrzehnte zurückliegende Tat vollumfänglich eingeräumt und seinen Stellenverzicht angeboten“, heißt es in der Erklärung. „Zur näheren Prüfung der strafrechtlichen Relevanz wurde der Fall von unserer Missbrauchsbeauftragten umgehend an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet“, ergänzte Bischof Zdarsa. Zudem würden kirchenrechtliche Schritte eingeleitet und der Vatikan über den Fall informiert.

dpa

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