Polizei-Aktion

Nächste Woche ist "Blitz-Marathon" in Bayern

Berlin - Kommende Woche gibt es in weiten Teilen Deutschlands wieder einen sogenannten Blitz-Marathon mit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. An welchem Tag Bayern dran ist. 

Bei der Aktion mit Tausenden Polizisten an Tausenden Stellen sind am Donnerstag (21. April) die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern mit dabei, wie eine dpa-Umfrage bei den zuständigen Behörden ergab. Außerdem beteiligen sich Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Nicht dabei sind in diesem Jahr mindestens fünf Bundesländer: Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Noch offen war die Entscheidung zunächst in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Saarland.

Insgesamt wird in mehr als 20 europäischen Staaten geblitzt werden, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger vor einigen Tagen ankündigte. Die Aktion dauere von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr; in den vergangenen Jahren war meist jeweils 24 Stunden kontrolliert worden. Doch Experten meinen, die Wirksamkeit sei beim jetzt gewählten Zeitraum höher.

ADAC rät, Geschwindigkeitsüberwachung auf notorische Raser zu fokussieren

Der Blitz-Marathon kann nach einer ADAC-Mitteilung einen Beitrag leisten, den Verkehrsteilnehmern die Gefahren von zu schnellem Fahren bewusst zu machen und sie zu sensibilisieren. Dies geschehe auch dadurch, dass Medien bereits Tage vor der Aktion darüber berichten. Der Club empfiehlt aber, die Geschwindigkeitsüberwachung auf notorische Raser zu fokussieren. Dazu müsse vorrangig nachts, an Wochenenden und auf Motorradstrecken kontrolliert werden. Die massenhafte Ahndung geringfügiger Überschreitungen im Berufsverkehr fülle zwar Kassen, trage aber kaum zu mehr Verkehrssicherheit bei.

Beim Blitz-Marathon im vergangenen Jahr hatte die Polizei in Deutschland mehr als 91 000 Raser erwischt. Den offiziellen Angaben zufolge waren knapp drei Prozent der kontrollierten 3,2 Millionen Fahrzeuge zu schnell unterwegs.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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