Blitzeinschläge und vollgelaufene Keller

München - Heftige Gewitter mit teils sintflutartigen Regenfällen haben am Donnerstagabend und am Freitag in Bayern zu Bränden durch Blitzeinschlag geführt. Auch am Wochenende kam es zu Überschwemmungen in der Region.

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Mauern hat am Wochenende seine eigene Sintflut erlebt. Verheerende Wolkenbrüche setzten die gesamte Gemeinde unter Wasser. Stundenlang war die Ortschaft von der Welt abgeschnitten. Ähnlich sah es in Moosburg aus. Am Sonntag musste die Feuerwehr ausrücken, weil Keller in Schongau voll liefen. Am Samstagnachmittag kam in Freising die Sintflut. Volle Keller und knietiefes Wasser im Stadtgebiet hielten die Feuerwehr auf Trab. In Karlsfeld schlug der Blitz in ein Reihenhaus ein. Der starke Dauerregen und kräftige Böen bescherten der Freiwilligen Feuerwehr Erding einen arbeitsreichen Sonntag beschert.

In Hebertshausen absolvierte die Feuerwehr den größten Einsatz ihrer Geschichte. Die Floriansjünger hatten sogar im eigenen Haus mit den Wassermassen zu kämpfen.

 

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Am Freitagnachmittag zogen Gewitter über den Landkreis Weilheim-Schongau. Keller liefen voll zum Beispiel in Birkland voll, Bäume stürzten um und einige Straßen waren kurzzeitig überflutet. „Es war wie ein subtropischer Monsunregen“, reagierte der Bürgermeister von Steingaden (Kreis Weilheim-Schongau), Xaver Wörle, auf den Wolkenbruch am Freitagnachmittag. Nach einer Dreiviertelstunde war der Spuk vorbei. Doch das reichte, um die Gemeinde in „Notstand“ zu versetzen. Die Gewitterfront zog dann südostwärts über die weiteren Landkreise Oberbayerns: Starkregen und böiger Wind sorgten somit auch in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden Land für überflutete Verkehrswege und unzählige vollgelaufene Wohnhäuser und Keller.

Besonders schlimm erwischte es Haag im Landkreis Mühldorf, in kürzester Zeit liefen in der kleinen Gemeinde 20 Keller voll. Im Landkreis Dachau waren Hebertshausen und Ampermoching besonders betroffen. „Hier geht gar nichts mehr“, so der Feuerwehrsprecher gestresst.

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In München rückte die Feuerwehr wetterbedingt zu etwa 100 Einsätzen aus. In der Innenstadt mussten die Einsatzkräfte in der Edel-Einkaufspassage „Fünf Höfe“ anrücken, weil Wasser aus der Decke lief. Die genaue Ursache blieb am Freitag unklar. Im Schulzentrum in Untermenzing wusste man hingegen, warum es teilweise überschwemmt wurde: Die Oberlichter hatten sich nicht schließen lassen

Nach Murenabgängen und wegen überfluteter Straßen gab es zudem Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Feuerwehren mussten mit Wasser vollgelaufene Keller und sogar einen Einkaufsmarkt leer pumpen. Es entstand hoher Schaden, verletzt wurde nach einer Übersicht der Polizeidienststellen jedoch niemand.

In Kreuzpullach (Kreis München) schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus direkt neben der Kirche ein. Unwetter behinderten den S-Bahn-Verkehr im Großraum München. Am Freitagnachmittag schlug der Blitz in ein Stellwerk bei Dachau ein. Die Strecke der S2 war gesperrt. Auch auf der Linie der S6 gab es Probleme.

Auch die Bahnstrecken München-Garmisch-Partenkirchen und Murnau-Oberammergau waren betroffen. Bei der S-Bahn waren bis zum späten Abend Verspätungen und Zugausfälle die Folge. Die Verspätungen wirkten sich auch auf andere Strecken aus, wie die Deutsche Bahn am Freitag in München mitteilte. Der Bahnverkehr zwischen Murnau und Oberammergau war den ganzen Freitag wagen eines Murenabgangs in Jägerhaus und der Überflutung des Bahnhofs Bad Kohlgrub unterbrochen. Ersatzweise fuhren Busse. Auch auf der Strecke zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen kam es tagsüber in Folge von Reparaturarbeiten teils zu Verspätungen.

In Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach) schlug der Blitz in einen Stall ein und entfachte ein Feuer. In den Flammen kamen 20 Schweine um. Der Schaden beträgt um die 300 000 Euro. In Schwanstetten (Landkreis Roth) brannte ein Rinderstall komplett nieder. Alle Tiere wurden jedoch gerettet. Auch dieses Feuer war durch einen Blitzeinschlag entstanden, der Schaden liegt bei 200 000 Euro.

Im niederbayerischen Eggenfelden wurden etliche Keller und Unterführungen überschwemmt, außerdem wurde hier ein ganzer Supermarkt wegen des starken Regens geflutet. Das Wasser stand in dem Geschäft auf rund 1000 Quadratmeter Fläche. Auch im Landkreis Passau und in Unterfranken wurden Straßen überschwemmt und liefen Keller voll.

In Nordbayern war vor allem der Landkreis Miltenberg betroffen, insbesondere die Gemeinden Klingenberg am Main und Wörth am Main. Bei Wurmannsquick (Landkreis Rottal-Inn) wurde die Bundesstraße 588 auf 100 Metern Länge überflutet. Im Landkreis Dingolfing-Landau gab es einem kleinen Erdrutsch auf die Ortsdurchfahrt von Gablkofen.

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