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15.000 Fahrzeuge im Süden kontrolliert

Blitz-Marathon: Das sind die Ergebnisse

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München - 24 Stunden lang wurde in Oberbayern mit Hochdruck geblitzt. Die meisten Verkehrsteilnehmer fuhren entsprechend regelkonform - doch es gab auch Ausreißer. Jetzt wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Freitagmorgen um 6 Uhr ist der 24-Stunden Blitzmarathon zu Ende gegangen. Die Bilanz: Die meisten Autofahrer haben sich laut Polizei an die Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten und standen der Aktion durchaus positiv gegenüber. Einige nicht zu tolerierende Ausreißer musste die Polizei aber feststellen. In Bayern hat die Polizei binnen 24 Stunden rund 6700 Autofahrer erwischt. Obwohl die Aktion auch noch angekündigt war, hielten sie sich nicht an die Tempolimits und kassierten dafür Verwarnungen oder Bußgelder samt Punkten in Flensburg.

Genau diese Raser müssen nun mit empfindlichen Geldbußen und Fahrverboten rechnen.

Gut 270 000 Fahrzeuge wurden insgesamt kontrolliert, wie das Innenministerium am Freitag mitteilte. Dabei zeigte die öffentliche Ankündigung doch Wirkung: Mit 1,6 Prozent war die Quote der Autofahrer, die zu schnell fuhren, halb so hoch wie im Jahresdurchschnitt.

So verlief der Blitz-Marathon im Süden Oberbayerns

In allen neun Landkreisen des Präsidiums Oberbayern Süd waren Polizeibeamte bei Geschwindigkeitskontrollen aktiv - sie kontrollierten ingsgesamt fast 15.000 Fahrzeuge. Das Ergebnis:

645 Kraftfahrer wurden letztendlich beanstandet. In 479 Fällen blieb es bei Verwarnungsgeldern, 166 Verkehrsteilnehmer bekamen Bußgeldanzeigen und damit auch Punkte.

Negativ herausragend war ein Autofahrer in Haag im Landkreis Mühldorf am Inn auf: Bei erlaubten 60 Stundenkilometern wurde er mit Tempo 136 gemessen und war somit mehr als doppelt so schnell als erlaubt. Neben 600 Euro Bußgeld, die den Mann erwarten, wird er sich nun auch für drei Monate chauffieren lassen oder zu Fuß gehen müssen.

Die Zahlen aus der Region

GAP

MB

TÖL

WM

gesamt (alle Landkreise)

Kontrollierte Fahrzeuge

346

3500

408

127

14906

Verstöße

(gesamt)

55

24

14

127

645

davon Anzeigen

24

3

4

8

166

davon Verwarnungen

31

21

10

119

479

Spitzenreiter/

erlaubte Geschwindigkeit in km/h

123/80

77/50

91/50

127/100

So verlief der Blitz-Marathon im Norden Oberbayerns

Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord haben insgesamt 23.293 Verkehrsteilnehmer kontrolliert - dabei wurden 486 Geschwindigkeitsverstöße registriert.

Ziel der Aktion war es aber auch, besonders unverantwortlichen Fahrzeugführern ihr Verhalten deutlich zu machen: An der Kontrollstelle an der B 17 bei Denklingen im Kreis Landsberg registrierten die Beamten die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung im gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums: Eine 34-jährige Frau aus Darmstadt wurde mit 146 Stundenkilometer statt der erlaubten 100 mit dem Laser-Handmessgerät von der Polizeiinspektion Landsberg erfasst.

Im Bereich der Polizeiinspektion Herrsching (Kreis Starnberg) wurde an der Kontrollstelle der Kreisstrasse STA 9 zwischen Drößling und Frieding ein Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit mit 142 Stundenkilometern statt der erlaubten registriert.

Die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt zog in den Abendstunden im Bereich der Stadt Vohburg an einer Kontrollstelle der B 16a (Ziegeleistr.) zwei Fahrzeugführer aus dem Verkehr, die beide mit 90 statt der dort zulässigen 50 unterwegs waren.

Bei den Kontrollen wurden außerdem weitere Verkehrsverstöße festgestellt: So haben beispielsweise in sieben Fahrer gegen die Vorschriften des Handybenutzungsverbotes am Steuer verstoßen, in zwei Fällen gegen die Lenk- und Ruhezeiten bei Lkw sowie einmal gegen ordnungsgemäße Ladungssicherung.

Neben der bundesweit abgehaltenen 24-Stunden-Aktion läuft in Bayern die Aktion mit Schwerpunkt „Geschwindigkeitsüberwachung auf Landstraßen“ in der kommenden Woche weiter. Im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“, wird in den neun Landkreisen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd noch bis zum Donnerstag, 17. Oktober, gemessen.

Darum warnt die Polizei: Neben den angegebenen Messstellen muss aber auch mit Kontrollstellen gerechnet werden, die nicht auf der Liste stehen.

Rubriklistenbild: © dpa

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