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Blitzermarathon am Mittwoch: Polizei macht an 2000 Messstellen Jagd auf Raser

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Von: Dirk Walter

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Achtung, aufgepasst: Blitzer machen keine Pause.
Achtung, aufgepasst: Blitzer machen keine Pause. © dpa-tmn / Patrick Seeger

Die Polizei jagt die Raser: Am Mittwoch gibt es in Bayern einen Blitzermarathon. 24 Stunden lang wird geblitzt. Alle 2000 Messstellen werden vorab veröffentlicht.

München/Starnberg - Am Mittwoch ab 6 Uhr startet der bayerische Blitzmarathon. 1900 Polizisten sowie 50 Bedienstete der kommunalen Verkehrsüberwachung werden extra dazu abgestellt, um 24 Stunden lang bis Donnerstag früh, 6 Uhr, an neuralgischen Punkten die Raser zu jagen. Es gehe nicht darum, möglichst viele Bußgeldbescheide auszustellen, erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Vielmehr ist es das Ziel, mit dem Blitzmarathon das Problembewusstsein zu schärfen. Die Messstellen in den einzelnen Regionen können auf der Homepage des bayerischen Verkehrsministeriums heruntergeladen werden.

Der Blitzmarathon, den es auch in anderen Bundesländern gibt, ist in Bayern Teil des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms. Übergeordnetes Ziel ist es, die immer noch hohen Unfall- und Todeszahlen im Straßenverkehr zu senken. Denn die Zahl der tödlichen Unfälle aufgrund von Geschwindigkeitsverstößen ist wieder ansteigend - 2017 gab es 226 Tote, elf mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle insgesamt stieg an: um 1,6 Prozent auf über 19.000 Unfälle.

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Messstellen von örtlichen Polizeiinspektionen vorgeschlagen

Das Ministerium veröffentlicht vorab alle Messstellen unter www.sichermobil.bayern.de - an 2000 Stellen wird geblitzt. Die Orte sind nicht gleichmäßig übers Land verteilt, manche größere Orte wie Ebersberg oder Vaterstetten fehlen diesmal ganz. Die Messstellen wurden von den örtlichen Polizeiinspektionen vorgeschlagen.

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Zum Beispiel in Starnberg vom zuständigen Oberkommissar Peter Madjar, der diesmal gleich neun Messstellen genehmigt bekam: „Wir schlagen nicht immer dieselben Stellen vor“, berichtet Madjar. Dafür gebe es zu viele. Mit dabei ist zum Beispiel die Andechser Straße im Ortsteil Percha, ein Dauerschwerpunkt für Raserkontrollen. „Ein, zwei Mal im Monat stehen wir mit dem Laserhandmessgerät bestimmt da“, sagt der Polizist. Wie auch an einer anderen Stelle, in der Otto-Gaßner-Straße vor der Grund- und Mittelschule, wo Autofahrer nur 30 km/h fahren dürfen, dies aber oft nicht tun. Übrigens: Neun Messstellen bedeuten nicht, dass die Polizei auch an allen neun Orten blitzen wird. „Wir suchen uns die Stellen spontan aus.“ Unterstützt wird die Starnberger Polizeiinspektion am Mittwoch von der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck, die mit einem Fotoblitzer vor Ort sein wird.

Deshalb gilt in Starnberg wie überall besonders am Mittwoch: „Im Zweifel besser den Fuß vom Gas“, wie Innenminister Herrmann rät. Es gebe einfach zu viele Unbelehrbare. Im vergangenen Jahr gingen beim Blitzmarathon über 8900 Temposünder ins Netz. 

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Messstellen in Oberbayern: Hier könnte geblitzt werden

Die Polizei in Oberbayern hat mehrere hundert potenzielle Messstellen für den Blitzmarathon genannt - unter anderem in folgenden größeren Gemeinden könnte am Mittwoch geblitzt werden:

Nicht nur in Bayern wird am Mittwoch geblitzt. Auch in Hessen steht der Blitzmarathon 2018 an. Eine Übersicht zu den Messstellen gibt es auf HNA.de

dw

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