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In der Unterstufe soll verstärkt fächerübergreifend unterrichtet werden.

Gymnasien in Bayern

„Schule der Zukunft“

München – Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BBLV) fordert eine Neuausrichtung der bayerischen Gymnasien. Die Oberschule soll aus dem Schul-Museum herausgeholt werden.

„Aus lauter Verliebtheit in alte Strukturen oder aus ideologischer Verblendung schrauben wir an tausend Schräubchen ohne eine Vision“, kritisierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel gestern in München.

„Wir müssen Verkrustungen aufbrechen und das Gymnasium aus dem schulpolitischen Museum herausholen.“ Konkret schlägt der BLLV vor, in der Unterstufe verstärkt fächerübergreifend in Domänen zu unterrichten, wie beispielsweise Natur und Technik. Statt dass sich einzelne Fachlehrer alle 45 Minuten abwechseln würden, könnte so auch die Bindung zwischen Lehrer und Schüler vertieft werden.

In den Jahrgangsstufen acht und neun solle der Schwerpunkt auf Projektarbeit gelegt werden. So könne man die Schüler zu einem ganzheitlicheren Lernen erziehen, statt sie nur Unterrichts-Stoff reproduzieren zu lassen. Erst ab der zehnten Klasse sollten dann Einzelfächer unterrichtet werden.

Lehrerin Andrea Weinzierl kritisierte, dass angehende Lehrkräfte im Studium zu wenig über Pädagogik lernen würden. Später im Unterricht seien die Anforderungen dann oft zu hoch. „Wie es den Schülern wirklich geht, dürfen wir eigentlich gar nicht fragen“, so Weinzierl. „Dafür haben wir keine Zeit.“

Laut Kultusministerium sind viele der BLLV-Forderungen bereits am achtjährigen Gymnasium verwirklicht. Die „pauschale Kritik“ sei nicht nachvollziehbar.

tom

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