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Der Blutmond wird wieder am bayerischen Nachthimmel erscheinen – und hoffentlich nicht von Wolken verdeckt sein.

Blutmond über Bayern: Hier sehen Sie das Spektakel

München/Kempten - Kupferrot, blutrot, glänzend. Die Mondfinsternis am Mittwoch wird einen außergewöhnlichen Mond zeigen – in ganz Bayern. Wo Sie das Spektakel am besten beobachten können:

Update vom 12. August 2017: Jedes Jahr im August gibt es zahlreiche Sternschnuppen, so auch heute wieder. Wir haben alle Informationen zu den Perseiden, die man in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2017 sehen kann.

Update vom 6. August 2017: Es wird ein Himmelsschauspiel im Hochsommer. Wir haben alle Informationen zur partiellen Mondfinsternis am 7. August 2017.

Update vom 10. November 2016: Am Montag ist der größte Supermond seit 70 Jahren über Deutschland zu sehen. Wir haben zusammengefasst, was Sie zum Supermond am 14. November 2016 wissen müssen.

Update vom 14. Oktober 2016: Auch an diesem Wochenende gibt es ein Mond-Phänomen über Deutschland zu sehen. Dann präsentiert sich der so genannte Supermond.

Der Mond wird wunderschön dunkelrot bis orange verfärbt erscheinen, was schon mit bloßem Auge gut, mit einem kleinen Fernglas oder kleinem Fernrohr noch besser zu sehen sein wird“, sagt Peter Stättmayer, Leiter der Volkssternwarte in München. „Sofern kein Vulkan ausbricht.“ Oder einfach Wolken den Himmel verdecken – das wäre dem Ereignis eher hinderlich. Aber: „Die Chancen für einen klaren Himmel stehen nicht schlecht“, erklärt Marco Manitta, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. „Tagsüber gibt es zwar noch ein paar Schauer in Südbayern, aber abends lockern die Wolken auf.“ Zudem wird es ab Mittwoch milder und wärmer – dem Grillabend unter dem Blutmond steht praktisch nichts mehr im Wege.

Los geht’s mit dem Spektakel um kurz nach 21 Uhr. Da wird der Mond schon so weit im Kernschatten der Erde stehen, dass nur noch sein rechter oberer Teil als schmale Sichel am südöstlichen Horizont erscheint. Knapp zwanzig Minuten später befindet sich der ganze Mond im Kernschatten der Erde, in dem er sich die folgenden gut 100 Minuten aufhalten wird. „Normalerweise verschwindet der Mond dabei jedoch nicht völlig am Himmel, da durch die Atmosphäre der Erde noch etwas Licht in den Kernschatten gelenkt wird, sondern glimmt schwächer und in dunkelroter Tönung am Firmament“, erklärt der Sternwartenleiter. Der Höhepunkt der Mondfinsternis wird um 22.13 Uhr erreicht, dann befindet sich der Trabant im dunkelsten Teil des Schattens. Um kurz nach 23 Uhr endet das Schattenspiel. Ein kosmisches Spektakel, das auch viele Liebespaare anzieht: „Bei uns im Haus sind schon einige Heiratsanträge gemacht worden“, erzählt Stättmayer – dort schwören sich die Liebenden unter den Sternbildern des Universums ewige Liebe.

Wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen will, kann entweder im Garten oder auf einem kleinen Hügel mit dem bloßen Auge den Himmel beobachten – der Mond wird bei klarem Himmel nicht zu übersehen sein. Beobachtungen mit dem Teleskop bieten die Sternwarten in Bayern: Die Sternwarte Eberfing in der Escherstraße 12 ist ab 21.30 Uhr geöffnet; die Christian-Jutz-Volkssterwarte Berg an der Lindenallee in Aufkirchen ist ab 21 Uhr geöffnet; die Volkssternwarte Buchloe bei Lindenberg ab 21.30 Uhr; die Sternwarte Oberallgäu in Knottenries bei Immenstadt im Allgäu ab 21 Uhr; die Volkssternwarte Kempten auf dem Drumlin in der Saarlandstraße 1 ab 20 Uhr; die Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren in Wolferts 1 ab 19.30 Uhr und die Münchner Volkssternwarte öffnet um 21 Uhr.

Wer sich die astronomische Choreographie entgehen lässt, muss auf die nächste Mondfinsternis dieser Art ein wenig warten. „Die nächste gute ist erst im September 2015“, sagt Stättmayer, „um vier Uhr morgens.“

Patrick Wehner

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