Schwierig war es in Bayern, den Blutmond mit der Kamera einzufangen. Deshalb hier ein Archivbild.

Dichte Wolken: Blutmond zeigt sich kaum

München/Passau - Trotz guter Wetteraussichten haben viele Bayern am Mittwochabend nur wenig von der längsten Mondfinsternis seit zehn Jahren sehen können. Wie die Stimmung in den Sternwarten war:

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So erlebte Bayern den Blutmond

Wolken schoben sich beispielsweise in München vor das rotbraun leuchtende Himmelsspektakel und brachten unter anderem die rund 500 Besucher der Bayerischen Volkssternwarte fast um das kosmische Schattenspiel. “Während der Totalität ist er zwei Mal ganz zart herausgekommen“, sagte Peter Stättmayer von der Münchner Volkssternwarte am Donnerstag. Der restliche Himmel sei hingegen weitgehend sternenklar gewesen, so dass der Saturn und auch die Raumstation ISS gut zu beobachten waren, betonte Stättmayer.

Gegen halb zwölf sei der Erdtrabant dann ganz hinter den Wolken hervorgekommen. “Der restliche Teil der Mondfinsternis war bis Mitternacht zu sehen“, erzählte der Experte.

Auch in Würzburg lugte der Mond gegen zehn Uhr erstmals hinter den Wolken hervor: “Wir haben ein schwaches rotes Glühen gesehen“, sagte Josef Laufer von der Volkssternwarte Würzburg am Donnerstag. Wie in München konnten die rund 80 Besucher erst nach dem Ende der Totalität den Mond wieder richtig sehen.

In Passau hingegen war es andersherum - hier verdeckten Wolken nach zunächst ungehinderter Sicht den Blick auf das Naturschauspiel. Bei einer totalen Mondfinsternis steht der Erdtrabant von der Sonne aus gesehen genau hinter der Erde und taucht in ihren Schatten ein. Er wird jedoch nicht komplett dunkel. Langwelliges Licht, das von der Erdatmosphäre gebrochen und in den Schattenbereich gelenkt wird, färbt den Mond während der Finsternis rotbraun.

Die Mondfinsternis begann am Mittwoch kurz vor 20.30 Uhr (MESZ), als der Erdschatten langsam den Vollmond “anknabberte“ und endete gegen Mitternacht.

lby

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