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Zwei tote Männer sind am Sonntagmorgen in einem Waldstück bei Tacherting gefunden worden. Die Spurensicherung vor Ort.

Bluttat von Tacherting: Haftbefehle beantragt

Tacherting/Rosenheim - Nach der Tötung zweier Männer in Tacherting im Landkreis Traunstein haben drei Tatverdächtige das Verbrechen teilweise zugegeben.

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Zwei tote Männer in Waldstück gefunden

Alle drei sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Den 21 bis 23 Jahre alten Männer aus dem Ort werde gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen, teilte die Polizei in Rosenheim am Montag mit. “Im Zuge der umfangreichen Vernehmungen räumten alle drei eine Beteiligung an der Tat ein“, sagte Polizeisprecher Franz Sommerauer. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Traunstein habe daraufhin Haftbefehl erlassen.

Bilder vom Fundort der Leichen

Bilder: Zwei tote Männer in Waldstück gefunden

Die beiden Opfer, ein 37-jähriger und ein 44-jähriger Mann, waren in der Nacht zum Sonntag in einem Waldstück am Ortsrand erstochen worden. Die Obduktion ergab, dass sie an mehreren Stichverletzungen und den Folgen von stumpfer Gewalteinwirkung starben. Von der Tatwaffe fehlt bisher jede Spur. “Das weitere Umfeld ist abgesucht worden“, sagte Sommerauer. “Momentan gibt es keine Suche, es muss abgeklärt werden, ob es Anhaltspunkte für einen neuen Suchbereich gibt.“ Über den Hergang und mögliche Hintergründe der Tat machte die Polizei keine Angaben.

Sommerauer bestätigte aber Medienberichte, dass die Polizei in der Nacht bereits wegen einer lauten Feier zu einer Wohnung unweit des Tatorts gerufen worden war. “Es hat eine Familienfeier im näheren Umfeld gegeben. Da war die Polizei in der Nacht schon einmal da, es ging um eine Ruhestörung. Aber ob diese Feierlichkeit mit der Tat etwas zu tun hat, muss sich erst noch herausstellen.“ Die drei Verdächtigen waren wenige Stunden nach der Tat gefasst worden.

Ein 21-Jähriger wurde mit einer Wärmebildkamera von einem Hubschrauber aus in einem Maisfeld ausfindig gemacht, ein Polizeihund führte die Beamten zu dem Mann. “Es ist zumindest sehr ungewöhnlich, dass am Sonntag in der Früh um halb Fünf sich jemand im Maisfeld versteckt“, sagte Sommerauer. Der andere 21-Jährige sei in seiner Wohnung festgenommen worden, der 23-Jährige war auf der Straße unterwegs. Nicht mehr zu den Verdächtigen zählt der Mann, der nach dem Verbrechen am frühen Sonntagmorgen die Polizei alarmiert hatte. Auch er war vorübergehend festgenommen worden.

dpa

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