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Die Therme in Bad Aibling ist zu einem Urlauber-Magnet geworden. Die ganze Stadt profitiert davon. 

Boom in Bayerns Kurorten und Heilbädern

„Den Deutschen ist Gesundheit wahnsinnig wichtig“

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Bad Aibling - Tourismusboom auch in den ehemals krisengebeutelten Heilbädern und Kurorten in Bayern! Der Verband meldet für 2016 5,4 Millionen Gästeankünfte – 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Woran liegt das? Thomas Jahn, Kurdirektor in Bad Aibling, erklärt’s.

-Aufschwung in Bayerns Heilbädern und Kurorten – auch in Bad Aibling?

Ja! Wir rechnen mit einem Plus von mehr als 6 Prozent bei den Übernachtungen, bei Ankünften sogar 11 Prozent.

-Die Branche hatte eine Krise: Zwischen 1995 und heute gab es einen massiven Rückgang der ambulanten Badekuren. Was ist seither in Aibling passiert?

Einerseits hat die Stadt Geld in die Hand genommen, andererseits haben private Unternehmer Enormes geleistet. Die neue Therme hat 2007 eröffnet, das Stadtbild ist schöner geworden, der neue Stadtplatz, es gibt breitere Bürgersteige, neue Straßen. Wir haben fantastische neue Hotels bekommen, zum Beispiel eines in der ehemaligen US-Kaserne. Aber es sind nicht nur große Einheiten entstanden, sondern auch viele kleine Ferienwohnungen. Auch bestehende Hotels haben Wellnessbereiche vergrößert, neue Restaurants gebaut, ihre Zimmer renoviert.

-Ist auch bei den Kliniken etwas geschehen?

Die Rheuma-Klinik zum Beispiel hat neue Zimmer und einen neuen Medizinraum, in dem die Patienten im fünften Stock mit Blick auf die Berge trainieren können. Und die Schön-Gruppe baut für 57 Millionen Euro eine neue Klinik.

-Welche Gäste kommen nach Bad Aibling?

Gesundheitssuchende mit einem Altersschnitt von 53. Fast 40 Prozent kommen aus Bayern, vor allem Franken. 34 Prozent aus Baden-Württemberg und Hessen. Also alles in einem Radius von maximal 500 Kilometer. Fast jeder zweite Gast gibt an, er kommt zu uns, um etwas für seine Gesundheit zu tun. Viele gehen auch einfach in die Therme, buchen Massagen – also Wellness, aber mit dem Hintergedanken, einen gesunden Körper haben zu wollen. Das ist den Deutschen wahnsinnig wichtig. Sie suchen gezielte Angebote mit medizinischer Fachkompetenz.

-Hätten Sie Ende der 90er-Jahre gedacht, dass die Branche in Bayern heute so gut dasteht?

Als die Krise 1998 richtig am Brennen war, hat sich Bad Aibling selbst aus dem Dreck gezogen. Die Kommune hat für viel Geld untersuchen lassen, ob es unter der Stadt Thermalwasser gibt, um neben dem Moor noch einen zweiten therapeutischen Ansatz verfolgen zu können. Dann kam die Bohrung, die ebenfalls teuer war. 2003 ging es schon mit der Planung für die Therme los. Was die gesamten Heil- und Kurbäder in Bayern geleistet haben, war in dem Ausmaß nicht absehbar.

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