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Gegen die gefährliche durch Zecken übertragene Borreliose gibt es keine Impfung.

Gefährliche Zecken-Krankheit

Borreliose-Meldepflicht: Das müssen Sie wissen

München - Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit - gegen die es keinen Impfstoff gibt. In Bayern ist die Erkrankung deshalb seit März meldepflichtig. Das müssen Sie wissen:

Kaum ist Frühling, zieht es viele in kurzer Kleidung hinaus zu Wäldern und Parkwiesen. Doch sobald der angenehme Sonnenschein es draußen wieder wärmer werden lässt, beginnt auch die Zeit der Zecken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Lyme-Borreliosedie häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. Bis zu einem Drittel der blutsaugenden Milben sind mit dem Erreger-Bakterium befallen.

Zwar ist die Zahl der Krankheitsfälle durch Zecken im letzten Jahr um 20 bis 30 Prozent gesunken, wie Dr. Volker Fingerle, der Leiter des Nationalen Referenzzentrums für Borrelien bekanntgab. Doch die Gefahr ist damit nicht vorbei: Eine zu spät erkannte Borreliose kann in schweren Fällen tödlich verlaufen.

Um die Krankheit genauer erforschen zu können, ist in Bayern eine Borrelien-Infektion seit 1. März 2013 meldepflichtig. "Mit der Meldepflicht können beispielsweise Erkenntnisse gewonnen werden, wo in Bayern Infektionen besonders häufig auftreten und welche Bevölkerungsgruppen besonders gefährdet sind", informiert Dr. Volker Fingerle im Namen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittel (LGL).

Die wichtigsten Infos im Überblick:

Gibt es eine Impfung gegen Borreliose?

Nein. Anders als gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es gegen Borreliose keine Schutzimpfung.

Lebe ich in einem Risiko-Gebiet?

Borreliose ist nicht durch Gebiete eingrenzbar: Ein Risiko besteht von März bis Oktober in ganz Deutschland. In Bayern werden pro Jahr 10.000 Fälle diagnostiziert - damit ist ist Borreliose 50 Mal so häufig wie FSME.

Wie kann ich mich schützen?

Zecken lauern überall in Wald in Flur - Wer gern durchs Gebüsch oder hohe Wiesen streift, sollte sich nach einen Spaziergang gut absuchen. Auch in Gärten und Parkanlagen können die blutsaugenden Milben sich tummeln. Auf heller Kleidung lassen sich Zecken leichter entdecken. Je früher sie gefunden werden, desto besser: Das Krankheitsrisiko steigt mit der Dauer, in der die Zecke Blut aus der Bisswunde saugt.

Woran erkenne ich eine Infektion?

Erstes Anzeichen für eine Infektion ist "Wanderröte" - ein roter Hautring, der sich einige Tage nach dem Zeckenstich rund um die Einstichstelle ausbreitet. Schon in diesem Stadium ist der Gang zum Arzt wichtig, damit eine mögliche Borreliose-Infektion rechtzeitig behandelt werden kann. Warten Betroffene zu lange, treten nach wenigen Wochen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Lähmungen auf. Spätfolgen wie chronische Entzündungen der Gelenke (Arthritis) oder die lebensbedrohliche Herzmuskel- oder Nervenentzündung sind meist nicht mehr umkehrbar.

Wie wird die Krankheit therapiert?

Hat der Arzt eine Borrelien-Infektion diagnostiziert, verschreibt er dem Patienten Antibiotika, die mindestens zwei Wochen lang eingenommen werden müssen. Die Behandlung verläuft am erfolgreichsten, wenn sie bereits im Frühstadium der Krankheit beginnt.

Ist Borreliose ansteckend?

Nein. Eine Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen.

Wo muss ich eine Borreliose-Infektion melden?

Borreliose ist meldepflichtig beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die Meldepflicht besteht bis 2018 für alle Personen, deren Hauptwohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort in Bayern liegt. Eine Meldung erfolgt anonym und wird vom behandelnden Arzt übernommen.

Wo kann ich mich informieren?

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit informiert auf seiner Homepage über die Risiken einer Zeckeninfekton. Auch die Info-Seite des Robert-Koch-Institutes beantwortet viele Fragen.

est

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