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Der nach Frankreich verschleppte Arzt.

Fall Kalinka: Jetzt kämpft deutsche Botschaft für Arzt

Paris/Lindau - Die deutsche Botschaft in Paris hat im Fall des aus dem Landkreis Lindau verschleppten und in Frankreich verhafteten Arztes im französischen Außenministerium vorgesprochen.

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Der Leiter der Konsularabteilung habe den Standpunkt der Bundesregierung dargestellt, sagte ein Sprecher am Freitag. Diese fordert die Freilassung des Mediziners und die Einhaltung entsprechender Rechtshilfevorschriften. Das französische Außenministerium gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Der 74 Jahre alte Dieter K. war 1995 in Frankreich wegen fahrlässiger Tötung einer Jugendlichen in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Am vergangenen Wochenende hatte der Vater der 15-Jährigen den Deutschen nach Frankreich verschleppen lassen. Die französische Polizei nahm den Deutschen fest. Die deutsche Justiz hatte ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt eingestellt. Sie lehnte ein französisches Auslieferungsgesuch daher ab.

Die 15-jährige Kalinka.

Mehrere europäische Gerichte hatten das französische Gerichtsverfahren kritisiert, weil der Angeklagte nicht anwesend war. Für Empörung sorgt der Fall in Frankreich deswegen, weil Dieter K. 1997 auch in Deutschland wegen einer Sexualstraftat verurteilt wurde. Ein Gericht in Kempten verhängte zwei Jahre Haft auf Bewährung gegen ihn, weil er eine 16-Jährige mit Schlafmitteln ruhig gestellt und vergewaltigt hatte.

dpa

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