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BR-Intendant Wilhelm wies Berichte über eine drohende Insolvenz zurück.

Laut Medienberichten

BR-Intendant über angeblich drohende Insolvenz: „Reiner Unsinn“

München - Der Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), Ulrich Wilhelm, hat Medienberichte, wonach dem Sender die Insolvenz drohe, als „reinen Unsinn“ bezeichnet.

In einem Beitrag des Nachrichtensenders B5 aktuell sagte Wilhelm am Sonntag: „Wir haben in der Bilanz in der Tat einen dramatisch steigenden Bedarf für die Rückstellungen der Pensionen.“

Das liege aber daran, dass durch ein Bundesgesetz die Rückstellungen immer zum jeweiligen Zins bewertet werden müssten, sagte Wilhelm. Wenn der Zins sinke, gebe es geringere Erträge und müsse mehr Geld in der Bilanz zur Bezahlung der Pensionen vorgehalten werden. „Das schlägt aber nicht auf die Kasse durch. In der Kasse selbst haben wir zum Ende jeden Jahres ein Guthaben von einigen Millionen.“ Laut Rechnungshof sei die Liquidität zu jedem Zeitpunkt ausreichend.

Wilhelm wies die Kritik zurück, wonach der BR zu wenig Einsparungen vorgenommen habe. So sollen in den nächsten zehn Jahren 45 Prozent der Mitarbeiter im Fernsehproduktionsbetrieb eingespart werden, auch beispielsweise die Zusammenlegung der Archive senke die Kosten. Seinerseits kritisierte Wilhelm, dass die Gesellschaft immer mehr Service und Programme erwarte, aber dafür immer weniger Mittel zur Verfügung gestellt würden.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) hatte am Dienstag angemahnt, dass die bisher beschlossenen Sparprogramme des BR nicht ausreichten. Der Sender habe zwischen 2010 und 2014 Jahresfehlbeträge von mehr als 100 Millionen Euro angehäuft. Für den Zeitraum 2017 bis 2020 sei ein Fehlbetrag von 328 Millionen Euro zu erwarten. Der Rechnungshof legte seinen Bericht zur finanziellen Situation des Senders dem Landtag und dem Wissenschaftsministerium vor.

dpa

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