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Streik beim Bayerischen Rundfunk - Auch ARD und ZDF waren betroffen.

Fällt sogar die Liveübertragung vom FC Bayern aus? 

BR-Streik: Radiosender und Fernsehsendungen fallen aus - auch ARD und ZDF betroffen

Beim BR könnten am Mittwoch ein paar Dinge anders laufen als vorgesehen - dem Sender drohen „Beeinträchtigungen“ und „zeitweise Sendeausfälle“.

Update vom 18. September, 18.15 Uhr: Erstmals hat ein befristeter Warnstreik im Tarifkonflikt beim Bayerischen Rundfunk (BR) zu Sendeausfällen geführt. Besonders betroffen waren ab dem frühen Mittwochmorgen im Radio die Informationswelle B5 aktuell, das Programm Bayern 2 und BR Klassik. Sie alle wurden komplett oder zeitweise auf Bayern 3 umgeschaltet, wie der BR mitteilte. Im Fernsehen mussten die Live-Sendungen „Wir in Bayern“, „Abendschau“ und „Münchner Runde“ aus dem Programm genommen werden.

Auch BR24 konnte „in Web und App nur eine abgespeckte Seite bieten“, hieß es auf der Homepage des öffentlich-rechtlichen Senders. Gestreikt wurde auch in den ARD-Anstalten WDR, MDR, SWR und NDR. Deshalb konnten etwa ARD und ZDF das „Morgenmagazin“ nicht live senden.

Streik beim BR: Drei große Radiosender fallen aktuell aus - sie senden kein Programm mehr

Update vom 18. September, 09.34 Uhr: Auch wenn der Bayerische Rundfunk (BR) im Rahmen des laufenden Streiks im Tarifkonflikt die Sendeausfälle so klein wie möglich halten möchte, spüren Hörer, Zuschauer und Leser nun die ersten Auswirkungen der 24-stündigen Arbeitsniederlegung. 

Besonders betroffen sind B5 aktuell, Bayern 2 und BR Klassik. Wie der BR mitteilte, werden sie alle auf Bayern 3 umgeschaltet. Weitere Programme laufen aktuell auf Sparflamme mit reduziertem Programm - etwa BR Heimat, Bayern plus und PULS. Ob zum Beispiel das heutige Bayern-Spiel in der Champions-League übertragen wird, ist aktuell unklar. 

Die Mitarbeiter des BR sind im Rahmen des Tarifstreiks dazu aufgerufen, für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. Hintergrund ist eine von den Gewerkschaften geforderte Erhöhung von Gehältern, Honoraren und Gagen. 

Die Gewerkschaft Ufo hat dazu aufgerufen die Lufthansa zu bestreiken. Am Wochenende droht ein Flug-Chaos.

Bayerischer Rundfunk: Am Mittwoch drohen Sendeausfälle - das ist der Grund

Ursprungsmeldung vom 17. September: München - Gut möglich, dass Fernseh- und Radionutzer am Mittwoch auf Seltsamkeiten im Programm des Bayerischen Rundfunks stoßen werden: Denn beim BR könnten die laufenden Tarifverhandlungen erstmals spürbare Folgen für das aktuelle Programm haben. Der Bayerische Journalisten-Verband und die Gewerkschaft Verdi haben Redakteure und freie Journalisten für diesen Mittwoch zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.

Der BR versuche, die Auswirkungen auf das Programm so gering wie möglich zu halten, teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Dienstag in München mit. Dennoch könne es zu Beeinträchtigungen im Ablauf oder zeitweisen Sendeausfällen kommen.

Bayerischer Rundfunk: 

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung von sechs Prozent bei den Gehältern, Honoraren und Gagen. Der Sender bietet bislang zum 1. Oktober 1,9 Prozent und in einer zweiten Stufe zum 1. April nächsten Jahres nochmals 2,0 Prozent mehr. Hinzu käme eine Einmalzahlung für die Monate April bis September dieses Jahres.

BR-Verwaltungsdirektor Albert Frenzel betonte, dass der Sender sein Angebot an einem reinen Teuerungsausgleich orientieren müsse. Als Grund nannte er den seit 2009 nicht mehr erhöhten Rundfunkbeitrag. Ziel sei es, einen weiteren Abbau von Programm und Beschäftigung abzuwenden.

Bayerischer Rundfunk:

Die Tarifverhandlungen betreffen nach BR-Angaben rund 3500 feste Mitarbeiter und knapp 1700 arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiter sowie gut 400 Gagenempfänger.

Bei einzelnen ARD-Sendern gab es in dieser Tarifrunde bereits Warnstreiks. So kam es unter anderem zu Beeinträchtigungen beim vom WDR produzierten ARD-„Morgenmagazin“. Auch für diesen Mittwoch haben die Gewerkschaften bei mehreren Anstalten zu weiteren Aktionen aufgerufen.

Gestreikt wurde in Bayern zuletzt auch beim Käsehersteller Alpenhain.

Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, hat nun ins Spiel gebracht, den Rundfunkbeitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk massiv zu senken.

dpa/fn

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