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Eberhofer und Birkenberger rösten für BR-Sendung Kaffee – „hab festgestellt, dass er mir nicht schmeckt“

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Von: Thomas Eldersch

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Schwarz und Bezzel in Augsburg.
Birkenberger (l.) und Eberhofer alias Simon Schwarz und Sebastian Bezzel besuchen in der BR-Sendung „Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger“ besondere Menschen in ganz Bayern. © Screenshot BR „Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger“

Die Schauspieler Simon Schwarz und Sebastian Bezzel sind für den BR in Bayern unterwegs. Für die jüngste Ausgabe ihrer Sendung machten sie Halt in Augsburg.

Augsburg – Sie sind wieder auf Tour. Die Schauspieler Sebastian Bezzel und Simon Schwarz – für viele besser bekannt unter ihren Rollen-Namen Eberhofer und Birkenberger aus den Eberhofer-Krimis – drehen wieder zusammen. Aber diesmal müssen die zwei Freunde keine Kriminalfälle lösen. Sie besuchen im Rahmen der BR-Sendung „Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger“ besondere Menschen in Bayern. In der neusten Folge machen sie Halt in Augsburg.

BR-Sendung „Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger“: Zu Gast im MAK Kaffeespezialitäten in Augsburg

Mit dem Wohnmobil geht es erst einmal auf Parkplatzsuche in der Fuggerstadt. Nach mehreren Einparkversuchen von Schwarz und ein paar mehr oder weniger ernstgemeinten Einparkhilfe-Versuchen von Bezzel brechen sie auf zu MAK Kaffeespezialitäten. Geführt wird der kleine Familienbetrieb von Katharina und Allan Mutagwaba. Beide haben sich in Augsburg an der Universität im BWL-Studium kennen und lieben gelernt. Inzwischen vervollständigt „Juniorchef“ Clemens (vier Wochen alt) die junge Liebe. Allan stammt ursprünglich aus Tansania und für ihn stellte sich die Frage: „Will ich nach dem Studium hier bleiben oder zurück und das mitbringen, was ich hier gelernt habe.“

Die Entscheidung fiel – auch wegen der Liebe zu Katharina – auf Deutschland. Nun stand die Frage im Raum, wie das junge Paar ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen würde. Oder wie es Schwarz pointiert in der BR-Sendung formuliert: „Es gibt sicher viele Gründe ein Café aufzumachen, aber warum habt ihr ein Café aufgemacht?“ Und tatsächlich gab es gleich zwei gute Gründe dafür, die Stadt am Lech um ein weiteres Kaffeehaus zu bereichern.

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Bezzel und Schwarz mach sich selbst ans Kaffeerösten

Zum einen hatte Allan Mutagwabas Familie in Tansania eine lange Kaffee-Tradition. Sie selbst bauen ihn zwar nicht mehr an, haben aber noch viele Beziehungen zu Kaffee-Bauern in Allans Heimat. Zum zweiten leistete ein Radio-Einspieler einen entscheidenden Beitrag zur Entscheidungsfindung. „Die Deutschen trinken so viel Kaffee. 160 Liter im Jahr, hatte der Moderator damals gesagt“, berichtet Allan. Dies würde einer Badewannenfüllung oder sieben Tassen am Tag pro Person entsprechen. Für das Paar war also klar, damit könnte man Geld verdienen.

Schwarz (l.) und Bezzel (r.) zu Gast bei Mak-Kaffeespezialitäten in Augsburg. Inhaber sind Katharina und Allan Mutagwaba.
Schwarz (l.) und Bezzel (r.) zu Gast bei Mak-Kaffeespezialitäten in Augsburg. Inhaber sind Katharina und Allan Mutagwaba. © Screenshot BR, „Bezzel & Schwarz - Die Grenzgänger“

Inzwischen läuft das Geschäft mit dem schwarzen Gebräu hervorragend. Unter fairen Bedingungen produziert – „wir zahlen das dreifache des normalen Marktpreises“, so Allan – importieren sie mehrere 60-Kilo-Säcke nach Deutschland. Dort, im Laden in Augsburg, werden die Bohnen selbst geröstet. Bezzel und Schwarz lassen es sich natürlich nicht nehmen, selbst Hand an den Röstautomat zu legen. Obwohl sich der Österreicher Schwarz beim Schultern des Kaffeesacks beinahe einen Bruch hebt, „wie viel sind das, 150 Kilo?“

In der BR-Sendung probiert Schauspieler Schwarz seit 30 Jahren erstmals wieder einen Kaffee

Das Paar ist aber nicht nur fair zu den 30 Kaffeebauern aus Tansania, bei denen sie ihre Ware beziehen. Sie geben der Heimat Allans noch mehr zurück. „Für jedes verkaufte Kilo Kaffee geht ein Euro nach Tansania“, sagt Allan. Damit konnten schon Klassenräume aus Beton für Kinder errichtet werden. Ziel der jungen Familie ist es, jedem Dorf in seiner Heimatregion den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Am Ende dürfen Bezzel und Schwarz natürlich noch das Lieblingsgetränk der Deutschen probieren. Für Schwarz eine kleine Premiere. „Ich hab vielleicht vor 30 Jahren mal einen Kaffee probiert und hab festgestellt, dass er mir nicht schmeckt“, sagt der Birkenberger-Schauspieler in der BR-Sendung. Aber er ist mutig und versucht sich gleich mal an einem Espresso. Ob sich anschließend seine Meinung geändert hat, kann der TV-Zuschauer selbst herausfinden. Die Sendung „Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger“ läuft am heutigen Montag, 13. Juni, um 20.15 Uhr im Bayerischen Rundfunk. (tel)

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