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Feuerwehrfahrzeuge stehen am Montagabend vor einem Altenheim in Nürnberg.

Steckdose defekt: 100-Jährige stirbt bei Feuer

Nürnberg - Eine 100 Jahre alte Frau ist bei einem Brand in einem Nürnberger Altenheim ums Leben gekommen. Vier weitere Bewohnerinnen im Alter von 81 bis 97 Jahren wurden verletzt

Den Ermittlungen zufolge war das Feuer am Montagabend wegen einer defekten Mehrfachsteckdose im Appartement der Frau im zweiten Obergeschoss ausgebrochen.

In Nürnberg brachten Rettungskräfte und Pflegepersonal 20 Heimbewohner ins Freie. Sie wurden im benachbarten Kindergarten versorgt. In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, entdeckten Feuerwehrleute die leblose 100-Jährige. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Zwei Frauen erlitten Rauchgasvergiftungen, eine dritte einen Kollaps. Eine weitere Bewohnerin wurde ambulant versorgt.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit 30 Fahrzeugen und etwa 80 Kräften im Einsatz. Teile des zweiten Obergeschosses waren so stark verrußt, dass die Bewohner für eine Zeit in einem anderen Heim untergebracht werden mussten. Der Sachschaden wurde auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Viertes Todesopfer nach Brand in Würzburg

Eine Woche nach dem Brand in einem Würzburger Altenheim erlag am Montagabend eine 86-jährige Frau ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Bei dem Feuer war eine 89 Jahre alte Frau in ihrem Zimmer verbrannt, ein 67 Jahre alter Mann und eine 70-jährige Frau starben an Rauchgasvergiftungen. Sechs weitere Personen wurden verletzt.

Brand im Seniorenheim

Brand im Seniorenheim: Vier Tote

Den Ermittlungen zufolge hatte eine umgestürzte Nachttischlampe das Feuer ausgelöst. Die Deutsche Hospiz Stiftung forderte schärfere und bundeseinheitliche Brandschutzbestimmungen für Alten- und Pflegeheime. Notwendig seien Sprinkleranlagen und Rauchmelder in den Zimmern, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch. Ein Rauchmelder hätte den Brand in dem Zimmer der Frau wesentlich früher angezeigt. Der Träger der Nürnberger Einrichtung, die Diakonie Neuendettelsau, verwies darauf, dass in dem Raum ein thermischer Brandmelder installiert war, der auf Hitze reagiert. Dieser habe sofort Alarm bei der Feuerwehr ausgelöst, sagte ein Sprecher. Die Einsatzkräfte seien innerhalb weniger Minuten am Einsatzort gewesen.

dapd

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