Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

Großbrand in Pollinger Sägewerk: Schaulustige behindern Einsatz

Polling - Die Lagerhalle eines Sägewerkes in Polling im Landkreis Mühldorf am Inn ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Feuerwehr löschte nach Kräften, die Polizei musste sich um Schaulustige kümmern.

Ein einziges Flammenmeer fanden die Feuerwehren aus Polling (Landkreis Mühldorf am Inn) und den umliegenden Orten vor, als sie am späten Donnerstagabend zu dem Sägewerk ausrückten. Die Holz- und Maschinenlagerhalle stand komplett in Flammen, die Löschtrupps schafften es aber, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und die umliegenden Gebäude vor Schaden zu bewahren. 

Die Polizei war indessen damit beschäftigt, Schaulustige von der Einsatzstelle und den Feuerwehrleuten fernzuhalten. Außerdem mussten die Beamten noch die Anwohner mit Lautsprecherdurchsagen vor der Gefahr durch giftige Gase warnen und sie darum bitten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Auf dem Gelände des Sägewerks hat es nicht zum ersten Mal gebrannt

Die Ermittler müssen nun herausfinden, wie es zu dem Feuer kam. Brandstiftung ist zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen. Verdächtig ist zumindest, dass bereits am Morgen nach dem Brand ganz in der Nähe schon wieder ein Gebäude in Flammen stand, diesmal der Anbau eines Wohnhauses. Verletzt wurde bei beiden Bränden niemand. Fragen bleiben dennoch viele.

Bei dem Brand am Sägewerk ist ein Schaden von 500.000 Euro entstanden. Besonders bitter: Wie rosenheim24.de berichtet, hat das Sägewerk bereits im Juli 2014 gebrannt. Damals entstand ein Schaden von 80.000 Euro. 

Wenige Stunden später, gegen 5.25 Uhr am Morgen des darauffolgenden Tages, brannte es in Polling erneut. Diesmal stand ein Holzschuppen in Flammen. Es entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro, verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei Traunstein geht von Brandstiftung aus.

Großbrand bei Pollinger Sägewerk: Bilder

kg

Rubriklistenbild: © fib

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