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Rettungskräfte vor dem Haus, das in der Nacht gebrannt hat.

Brand: Vater wirft Kinder aus dem zweiten Stock

Straubing - Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Straubing sind am Mittwochabend 21 Menschen verletzt worden. Ein Vater rettete seine Kinder aus den Flammen, indem er sie aus dem zweiten Stock warf. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

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Das Feuer war gegen 23.10 Uhr ausgebrochen: Im Obergeschoss eines Mehrfamilienhaus in Straubing brannte es. Weil das Treppenhaus des zweistöckigen Wohnblocks bereits so stark verraucht war, war einem 29 Jahre alten Vater, seiner Frau (20) und den beiden dreijährigen Kindern der Weg aus dem Haus abgeschnitten. Doch Polizeibeamte, die vor der Feuerwehr eingetroffen waren, reagierten blitzschnell: Sie besorgten sich bei einem Nachbarn ein Bettlaken und spannten es unter einem Fenster auf: Der Vater konnte seine beiden Kinder aus der Wohnung im zweiten Stock hinab fallen lassen. Sie wurden von dem Tuch aufgefangen und blieben unverletzt.

Er selbst und  seine Frau wurden durch die Feuerwehr über eine Leiter aus dem Haus geborgen. Alle übrigen Bewohner konnten das Gebäude selbständig verlassen.

Ein Feuerwehrmann bringt eine 20-Jährige über eine Leiter aus der Wohnung.

Wegen der starken Rauchentwicklung mussten insgesamt zehn Personen, davon drei Kinder (unter ihnen die beiden geretteten Kinder und ein weiteres vierjähriges Kind), sowie zwei Polizeibeamte zur stationären Beobachtung in die Krankenhäuser Bogen, Straubing und Deggendorf gerbracht werden. Weitere neun Personen, davon ein Polizeibeamter, wurden vor Ort durch die Rettungsdienste wegen leichter Rauchvergiftung behandelt.

Auch Nachbarn, die vor dem Eintreffen der Rettungskräfte in das Gebäude liefen um zu helfen, erlitten leichte Rauchvergiftungen. Am Brandort waren zehn Rettungsfahrzeuge und vier Notärzte im Einsatz.

Von den sechs Wohnungen in dem Wohnblock sind derzeit fünf von insgesamt 25 Menschen belegt. Der Brandort wurde noch in der Nacht vom Kriminaldauerdienst versiegelt. Die Ermittler haben Erkenntnisse, dass es am Abend des Brandes im Treppenhaus zu einem Streit zwischen mehreren Personen gekommen ist. Dabei wurde wohl herumliegender Abfall - absichtlich oder unabsichtlich - entzündet.

Die Bewohner des Hauses wurden bei Nachbarn untergebracht. Wenn die polizeilichen Ermittlungen vor Ort abgeschlossen sind, wird geklärt, wann und inwieweit das Gebäude wieder bewohnbar ist. Der Träger der Wohnungen schätzt den Sachschaden aktuell auf ca. 50.000 Euro.

mm

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