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Blaulicht (Archivbild).

Versuchte schwere Brandstiftung

Nach Brandanschlag auf Asylbewerber-Unterkunft: Zwei Tatverdächtige festgenommen

Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Nußdorf am Inn im März wurden nun zwei dringend Tatverdächtige festgenommen. Die Männer sollen aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt haben. 

Update, Freitag, 13. April: 

Nußdorf - Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben zwei Männer festgenommen, die den Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Nußdorf am Inn verübt haben sollen. Beide sitzen nun in Untersuchungshaft. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet, handelt es sich bei den Tatverdächtigen um zwei 20 und 23 Jahre alte Männer aus der Region. 

Nachdem sie in den Fokus von Staatsanwalt und Kriminalpolizei geraten waren, wurden am 11. April drei Wohnungen durchsucht. Neben diversen Beweismitteln, die für die Täterschaft der beiden Männer sprechen, konnten bei den Durchsuchungen auch mehrere illegale Waffen, Munition und, nach einer ersten Sichtung, auch einschlägiges Propagandamaterial aufgefunden und sichergestellt werden.

Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung

Der 23-Jährige räumte bei seiner Vernehmung die Täterschaft ein und belastete auch den 20-jährigen Tatverdächtigen. Gegen beide Männer wurden Haftbefehle erlassen - unter anderem wegen versuchter schwerer Brandstiftung. 

Von Anfang an ging die Polizei von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus - aus diesem Grund wurde die Ermittlungsgruppe „Steinbach“ eingerichtet. Darin befassen sich seitdem Ermittler des K5, Spurensicherungsspezialisten der Kripo und ein Beamter der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Brannenburg mit der Klärung des Falles.

Weitere Brisanz bekam der Fall, als in der Nacht auf den Ostermontag, 2. April, Unbekannte einen pyrotechnischen Gegenstand vor derselben Unterkunft zündeten. Bewohner des Hauses wurden dadurch in der Nacht aufgeschreckt. Bei den Ermittlungen konnten eine zurückliegende Hakenkreuzschmiererei an der Gemeinschaftsunterkunft und vorangegangene kleinere Sachbeschädigungen mit den aktuellen Fällen in Verbindung gebracht werden. 

Update vom 20. März: Gründung eigener Ermittlungsgruppe

Die Kripo Rosenheim bildet wegen des Brandanschlags eine Ermittlungsgruppe: „Steinbach“. Die Ermittlungsgruppe besteht unter anderem aus Beamten des Staatschutzes, der Spurensicherung sowie der örtlich zuständigen Inspektion Brannenburg.

Die Kripo geht weiter von einem Anschlag mit fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Deshalb führt die Kripo Rosenheim in den nächsten Tagen noch einmal umfangreiche Anwohner- und Bewohnerbefragungen durch.

Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft: Ursprüngliche Meldung vom 18. März

Am Samstagabend, gegen 22 Uhr, hörte eine Bewohnerin einer Asylbewerberunterkunft im Hochriesweg in Nußdorf einen lauten Knall. Aus dem Fenster blickend entdeckte sie ein kleines Feuer an der Außenfassade der Unterkunft und rief sofort die Feuerwehr. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Noch bevor Feuerwehr und Polizei eintrafen, erlosch das Feuer von selbst. Umgehend begann der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim mit den Ermittlungen und stellte fest, dass ein oder mehrere unbekannte Täter ein Behältnis mit brennbarer Flüssigkeit gegen die Fassade der Asylbewerberunterkunft geworfen haben mussten. Die in Brand gesetzte Flüssigkeit erlosch jedoch, ohne Sachschaden zu verursachen. 

Polizei geht von politisch motivierter Tat aus

Da die Polizei von einer politisch motivierten Tat ausgeht, übernahm die weiteren Ermittlungen das Kommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Rosenheim. Bei einer durchgeführten Anwohnerbefragung rund um die Unterkunft stießen die Ermittler ausschließlich auf Nachbarn, die von einem sehr guten Verhältnis mit den untergebrachten Asylbewerbern berichteten und dem Vorfall mit Verständnislosigkeit und teils Entsetzen begegneten.

Die Kripo bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, sich mit der Polizei unter 08031/200-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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In Nürnberg: Drei Verletzte bei Messerstecherei - Mordkommission ermittelt.

mm/tz

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