Mann leidet an paranoider Schizophrenie

Brandstiftung im Bordell - Täter fühlte sich verfolgt

Schweinfurt - Ein Mann (34) hatte offenbar mit psychischen Problemen zu kämpfen, als er versuchte, ein Bordell in Schweinfurt in Brand zu setzen.

Ein Mann, der in einem Schweinfurter Bordell eine mit Benzin gefüllte Gießkanne in Brand gesteckt hat, muss auf unbestimmte Zeit in der Psychiatrie untergebracht werden. „Der Angeklagte leidet seit 15 Jahren an paranoider Schizophrenie. Er fühlt sich verfolgt und belästigt“, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch in Schweinfurt. Die Kammer sei davon überzeugt, dass der 34-Jährige seine Psychosen nicht im Griff habe und deshalb eine Gefahr für die Allgemeinheit sei.

In der Sache, versuchte schwere Brandstiftung und Diebstahl, wurde der Schweinfurter freigesprochen, weil er zu Tatzeit nicht einsichts- und steuerungsfähig war. Die Strafkammer des Landgerichtes folgte damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft sowie der Empfehlung des psychiatrischen Gutachters. Der Verteidiger hatte für eine Freiheitsstrafe von drei Jahren plädiert.

Der Mann hatte sich im Sommer 2016 zunächst mit den Prostituierten unterhalten und mit ihnen Billard gespielt. Dabei sei er den Frauen bereits fahrig und verwirrt vorgekommen. Wenig später klaute er an einer Tankstelle eine Gießkanne, füllte sie mit Benzin und zündete sie im Flur des zweistöckigen Bordells an. Dabei wurde er selbst lebensgefährlich verletzt und musste in einer Spezialklinik behandelt werden. Die Frauen blieben unverletzt. Es entstand ein Schaden von rund 55 000 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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