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Brauer in Sorge: Wird das Bier knapp?

Volkach - Der neue Chef an der Spitze des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll, sorgt sich um die Braugerste in Bayern. Warum die Brauer eine Bierknappheit befürchten:

Nach Ansicht des Bayerischen Brauerbundes könnte die Braugerste im Freistaat bald knapp werden. Der Grund: Das Getreide wird auf den Feldern von Energiepflanzen wie Mais und Raps verdrängt. „Die Pflanzen für die Bioenergie nehmen der Braugerste die Anbauflächen weg“, sagte Friedrich Düll, der neue Präsident des Brauerbundes. Aus Raps werde Biosprit gewonnen, Mais vergäre in Biogasanlagen. „Das ist Konkurrenz auf dem Acker.“ Landwirte würden derzeit eher diese Pflanzen anbauen und nicht mehr auf die traditionelle Braugerste setzen.

Dabei sei den meisten Brauereien wichtig, ihr Bier aus heimischer Gerste zu brauen – sie möchten keine Rohstoffe importieren: „Es soll vor Ort angebaut werden.“ Hier sei nun die Politik gefragt, „damit wir uns lokal mit Braugerste versorgen können“.

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Zudem seien die Preise für Braugerste „nach oben geschossen“ – wegen Spekulationen auf Agrarprodukte. „Das ist eine ungute Entwicklung“, klagte Düll. Weder Landwirte noch Brauer hätten so die notwendige Planungssicherheit.

Der kürzlich zum Verbandspräsidenten gewählte 48-Jährige will die „Wertigkeit“ des bayerischen Biers besonders herausstellen. Hier könnten die Brauer durchaus etwas von den fränkischen Winzern lernen, sagte Düll, der eine Brauerei und einen Gasthof im unterfränkischen Krautheim bei Volkach (Landkreis Kitzingen) betreibt – also in einer Hochburg des Frankenweins. „Die Winzer machen es vor, welche Wertigkeit ein Produkt haben soll.“

Bayerisches Bier sei in der ganzen Welt beliebt und „das Ansehen des bayerischen Biers muss hochbleiben“, betonte Düll. Der Absatz der Brauereien sinke jedoch, der Pro-Kopf-Verbrauch sei rückläufig: „Der Markt ist hart umkämpft.“ Düll will deshalb den Export stärken; schon jetzt werde der Exportanteil immer größer, sagte er. Auch müsse es Ziel sein, den Verbraucher stärker an eine Biermarke zu binden, damit er im Supermarkt nicht zu den stark beworbenen „Aktionsbieren“ greift, sondern seiner Marke treu bleibe.

Kathrin Zeilmann

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