Millionär (19) auf der Anklagebank

Brennender Ferrari vor Bordell: "Das Auto wurde mir langweilig"

Augsburg - Versicherungsbetrug um einen Nobelhobel - am Donnerstag musste sich ein Schweizer Millionär (19) wegen Anstiftung zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten.

Er ließ seinen Ferrari 458 im Wert von 237 000 Euro auf dem Parkplatz eines Augsburger Bordells abfackeln, weil er die Versicherungssumme kassieren wollte.

Mit Ferrarifahrer Nidal B. saßen zwei zwecks Brandlegung angeheuerte Bosnier im Gericht. Alle räumten die Vorwürfe von Staatsanwalt Christian Grimmeisen ein: „Der Angeklagte wollte sich mit dem Verlust von 100 000 Franken beim Wiederverkauf des Ferrari nicht abfinden.“ Da kamen Nidal B. und ein mittlerweile abgetauchter Händler auf die Idee, ein Komplott im Rotlicht-Milieu zu inszenieren. Am Abend des 29. Oktober 2014 steuerte Nidal B. den Ferrari vors Bordell. Kurz nachdem er im Puff verschwunden war, stand der Bolide in Flammen. Dumm nur, dass die Kripo auf der Überwachungskamera einen Schweizer Wagen auffällig oft am Tatort vorbeifahren sah. Im Februar - B. hatte schon die Auszahlung bei seiner versicherung beantragt - klickten die Handschellen.

Der Ex-Rennfahrer: „Das Auto wurde mir langweilig, ich wollte mir einen neuen Ferrari kaufen. Doch das konnte ich meinem Vater nicht so plausibel machen.“ Die Quittung: 22 Monate Jugendstrafe auf Bewährung.

tz

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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