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Sebastian L.

Brunner-Prozess dauert Wochen länger als geplant

München - Der Prozess um den Tod des Managers Dominik Brunner wird länger dauern als geplant. Wie die tz erfuhr, sind drei weitere Verhandlungstermine angesetzt. Zunächst war das Urteil schon für kommende Woche angesetzt.

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Verteidigte sich Dominik Brunner nur, als er auf dem S-Bahnhof Solln den ersten Schlag setzte? Oder griff er an? Traten danach beide Angeklagten auf ihn ein – Markus S. (19) und sein Spezl Sebastian L. (18)? Oder nur einer von beiden? Trafen sie ihn dabei auch am Kopf? Welchen Anteil hat die Gewalt am Sterben des Managers?

Zwei Wochen dauert der Mordprozess nun, mehr als die Hälfte der 53 Zeugen hat ausgesagt – teils ausführlich, teils sehr widersprüchlich. Zu Beginn schien das Verfahren vor dem Landgericht eine klare Angelegenheit, jetzt wurde daraus eine fast schon dramatische Suche nach der Wahrheit. Eine lange Suche: Ein Urteil wird es frühestens im September geben. Das Verfahren verlängert sich um Wochen.

Bilder vom Brunner-Prozess

Bilder vom Brunner-Prozess

Wie die tz erfuhr, will der Vorsitzende Richter der 1. Jugendkammer, Reinhold Baier, das Urteil frühestens am 6. September sprechen. Ursprünglich hatte er das bereits am kommenden Donnerstag, 29. Juli, angesetzt. Damit hatte er sich allerdings einen ehrgeizigen Terminplan gesetzt, wie etliche Prozessbeteiligte und Beobachter meinten.

Der wird nun um drei weitere Verhandlungstermine an 2., 4. und 24. August ergänzt. Weiter geht es am Montag, wenn Betreuer und Stadtjugendamt über die Vorleben der Angeklagten berichten. Am Dienstag präsentiert das Landeskriminalamt ein Gutachten über den Mitschnitt des Brunner-Notrufs vom Bahnsteig in Solln – sein Handy sendete die ganze Zeit. Am Donnerstag sagen Sanitäter, Notärzte und Gerichtsmediziner aus. An den Tagen dazwischen haben Richter Beier und seine beiden beisitzenden Richterinnen übrigens nicht frei, sie verhandeln an Mittwoch und Freitag gegen die drei Schweizer Schläger, die am Sendlinger Tor einen Geschäftsmann halbtot geschlagen haben sollen – die Jugendkammer als „Hochdruck“-Kammer.

tz

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