Buchungen können nur sechs Wochen lang rückgängig gemacht werden - stimmt das?

Wir haben bei der Bank nachgefragt, wie die genaue Rechtslage bei Rückbuchungen von Überweisungen ist. Michael Hicke, Pressesprecher von der Stadtsparkasse München, weiß die Antwort. 

Die allgemein bekannte Sechs-Wochen-Frist für Rückbuchungen bezieht sich nach Angaben der Stadtsparkasse München auf Fälle, in denen der Kunde dem Zahlungsempfänger eine Einzugsermächtigung erteilt hat. Bucht der Zahlungsempfänger dann beispielsweise einen falschen Betrag ab, kann der Kunde dieser Lastschrift innerhalb von sechs Wochen nach Zugang des Rechnungsabschlusses widersprechen.

Wann und in welchem Turnus der Rechnungsabschluss erfolgt, legt jede Bank in den Geschäftsbedingungen fest. Die Stadtsparkasse führt bei Privatgirokonten den Rechnungsabschluss normalerweise jeweils zum Ende eines Quartals durch. Hat der Kunde dem Zahlungsempfänger keine nachweisbare Einzugsermächtigung erteilt, muss er einer entsprechenden Buchung gemäß § 676 b BGB unverzüglich nach Kenntnisnahme, jedoch spätestens innerhalb von 13 Monaten nach Datum der Belastung widersprechen.

Auch wenn es relativ lange Fristen gibt, um überhöhten oder gänzlich unberechtigten Lastschriftbuchungen zu widersprechen, empfiehlt die Sparkasse, Kontoauszüge regelmäßig zu prüfen – mindestens einmal im Monat. Für die neue grenzüberschreitende Sepa- Lastschrift gilt, sofern der Kunde den Zahlungsempfänger zum Einzug autorisiert hat, eine Widerspruchsfrist von acht Wochen nach Belastungsbuchung.

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