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Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.

Bürgerbegehren zu Denkmal für Opfer von Bad Reichenhall

Bad Reichenhall - Über die geplante Gedenkstätte für die 15 Todesopfer des Eishalleneinsturzes von Bad Reichenhall sollen die Einwohner der Stadt entscheiden.

Einer der Hinterbliebenen hat ein Bürgerbegehren mit dem Ziel gestartet, über das Mahnmal in einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen. "Die Stimmung in der Stadt zu dem Projekt ist verheerend", begründete Robert Schromm am Montag seine Ablehnung.

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Die Stadt hatte sich zuvor mit Hinterbliebenen auf eine rund 300.000 Euro teure Gedenkstätte an der Stelle geeinigt, an der am 2. Januar 2006 beim Einsturz der Eissporthalle 15 überwiegend jungen Menschen starben. Das Mahnmal soll aus 15 Glasstelen mit einer Höhe von 3,80 Metern bestehen, die der Wiesbadener Künstler Karl-Martin Hartmann in einem quadratischen Wasserbecken anordnet. Die Angehörigen können sich die Farbe der Stelen nach dem Willen des Stadtrates selbst aussuchen. Zudem bleibt es ihre Entscheidung, ob sie die Namen der Toten in die Säulen eingravieren lassen.

Zusätzlich plant die Stadt, den Bereich um die Gedenkstätte zu begrünen und Sitzbänke aufzustellen. Schromm, dessen Ehefrau von den herabstürzenden Trümmern des Hellendaches erschlagen wurde, hält die Gedenkstätte in der vom Stadtrat beschlossenen Form für Verschwendung von Steuergeldern. Es habe keine Bürgerbeteiligung gegeben. Bis heute seien alle Reichenhaller und viele der Opfer ausgegrenzt, manipuliert und belogen worden, sagte Schromm.

Dem Glaskünstler Hartmann wirft er vor, sich "niemals wirklich mit der Reichenhaller Katastrophe beschäftigt zu haben". Er spricht von "15 nichtssagenden bunten Glasstelen" zum stolzen Preis von 300.000 Euro. Sein Fazit: "Nur ein demokratischer Bürgerentscheid und die Beteiligung aller wird zu einem sinnvollen und kostengünstigen Mahnmal führen." Schromm ist sich sicher, die nötigen rund 1300 Unterschriften zusammenzubekommen.

Die Stadtverwaltung von Bad Reichenhall wurde am Montag von dem Bürgerbegehren überrascht. Rathaussprecher Gerhard Fuchs verwies auf zwei einstimmige Stadtratsbeschlüsse zu Standort und Gestaltung der Gedenkstätte. Er erinnerte an die schwierigen Verhandlungen mit den Hinterbliebenen und Opfern der Katastrophe. "Wir haben drei Jahre gebraucht." Bis zur Einigung auf den jetzigen Entwurf seien mehrere Pläne durchgefallen.

Die Juristen im Rathaus müssen nun die Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens prüfen. Ist es zulässig, muss innerhalb von drei Monaten der Bürgerentscheid stattfinden. Rathaussprecher Fuchs wollte sich nicht dazu äußern, ob der Stadtrat mit Oberbürgermeister Herbert Lackner (CSU) an der Spitze dem Bürgerbegehren ein Ratsbegehren mit positiver Fragestellung zu der Gedenkstätte entgegensetzt. So oder so rückt der Urnengang über die äußere Form der Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse vom 2. Januar 2006 näher.

dpa

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