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Hubert Weiger vom Bund Naturschutz kritisiert Söders Heimatministerium.

Jahresbilanz

Bund Naturschutz wettert gegen Heimatministerium

Nürnberg - Der Bund Naturschutz hat eine gemischte Bilanz des Jahres 2014 gezogen. Besonders mit der Arbeit von Söders Heimatministerium geht der Verband hart ins Gericht.

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat sich in seiner Jahresbilanz 2014 enttäuscht über die Arbeit des neuen Heimatministeriums gezeigt. „Das Ministerium droht unter Söder zu einem Heimatzerstörungs- und Flächenverbrauchsministerium zu entwickeln“, kritisierte BN-Landesvorsitzender Hubert Weiger am Montag. Statt die bayerische Heimat zu schützen, habe sich das Nürnberger Ministerium im abgelaufenen Jahr wiederholt für naturzerstörende Straßen- und Bauprojekte eingesetzt.

Als Beispiel nannte er Pläne für ein neues Gewerbegebiet inmitten eines Waldgebiets bei Weiden in der Oberpfalz. Das dafür ins Auge gefasste Areal gehöre dem Freistaat. Die Staatsregierung habe es daher als Eigentümer in der Hand, einen solchen Landschaftseingriff zu verhindern. „Das ist das Absurdeste, was ich 2014 erleben konnte“, kritisierte Weiger.

Markus Söder wehrt sich gegen Vorwürfe

Heimatminister Markus Söder (CSU) setzte sich gegen die Vorwürfe umgehend zur Wehr: „Dem Bund Naturschutz fehlt leider das Gefühl für strukturschwache Räume und die Menschen dort. Es geht dort nicht um neuen Flächenverbrauch, sondern um die Nutzung leerstehender Flächen.“

Optimistisch gab sich Weiger im Kampf für die Ausweisung des nördlichen Steigerwaldes als Nationalpark. „Ich bin sicher, dass der Nationalpark nicht mehr aufzuhalten ist, auch wenn bekannte Politiker dagegen sind.“ Den von der Staatsregierung in Diskussion gebrachten Vorschlag, Teile des jahrhundertealten Buchenwaldbestandes als UNESCO-Weltnaturerbe auszuweisen, sei allenfalls ein Zwischenschritt. „Immer mehr Menschen in der Regionen erkennen“, dass ein Nationalpark auch in ihrem Interesse liegt“, meinte Weiger.

Für 2015 kündigte Weiger einen verstärkten Kampf gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das mit den USA verhandelte europäische Freihandelsabkommen TTIP an. Sorge bereit ihm auch die Energiewende. Das Ziel, bis zum Jahr 2050 Deutschland zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen, gerate zunehmend in Gefahr.

dpa

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