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Anstatt neue Kraftwerke zu bauen, fordert der Bund Naturschutz dazu auf, Strom zu sparen.

Energieversorgung

Bund gegen weitere Wasserkraftwerke

München - Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat sich trotz des geplanten Umbaus der Energieversorgung in Deutschland gegen den Neubau von Wasserkraftwerken ausgesprochen.

Die Flüsse seien „schon so geschunden, dass wir es uns aus ökologischen Gründen nicht leisten können, sie noch weiter auszubauen“, sagte die für Oberbayern zuständige BN-Referentin Christine Margraf am Montag in München. 2013 will der BN unter anderem ein Kraftwerk an der Loisach bei Großweil verhindern. Gemeinsam mit österreichischen Umweltschützern ist außerdem die Verhinderung von Kraftwerken an der Salzach geplant. Es handele sich um den „einzigen nicht gestauten Alpenfluss Bayerns, der modellhaft renaturiert werden kann“. Anstelle des Neubaus solcher Kraftwerke fordert der BN dazu auf, Strom zu sparen.

Stattdessen fordert der BN, die Menschen mehr darüber zu informieren, wie Strom gespart werden kann. BN-Chef Hubert Weiger regt dafür Projekte wie Stromsparwettbewerbe an: „Die Regierung sollte diese Prozesse beschleunigen“, meinte er.

Weiterhin kritisiert der Umweltverband auch nach wie vor den Flächenverbrauch in Bayern: „Freie Fläche ist die knappste Lebensgrundlage, die wir haben. Sie darf nicht kurzfristigen, spekulativen Interessen geopfert werden“, forderte Weiger. Besonderes Problem: Für Gewerbegebiete sei ein Autobahnanschluss das zentrale Kriterium. Damit drohe eine Maximierung des Flächenverbrauchs.

Der BN wird heuer 100 Jahre alt und will deswegen auch verstärkt auf Erfolge des Naturschutzes hinweisen: „Die Landschaften, mit denen Bayern als Tourismusland wirbt, sind vor der Zerstörung gerettet worden“, sagte Weiger. Als Beispiele nannte er die Weltenburger Enge am Donaudurchbruch und den Nationalpark Bayerischer Wald.

dpa

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