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CSU-Größen stürzen ab: Ergebnisse von Bär und Scheuer stehen sinnbildlich für Einbruch

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Von: Katarina Amtmann

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Scheuer, Bär, Müller und Seehofer
Nach der Wahl haben Dorothee Bär und Andreas Scheuer (l.) wohl wenig zu lachen. (Archivbild) © Michael Kappeler/dpa/dpa-Bildfunk

Bei der Bundestagswahl erlebte die CSU ein Debakel. Zwar konnten fast alle Direktmandate verteidigt werden, doch Scheuer und Bär mussten herbe Verluste hinnehmen.

München - Bei der Bundestagswahl 2021* hat die CSU* von Parteichef Markus Söder* das schlechteste Ergebnis seit mehr als 70 Jahren eingefahren. Nach Auszählung aller Wahlkreise kam sie auf 31,7 Prozent - ein Minus von rund sieben Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 (38,8 Prozent). 1949 erreichte die Partei mit 29,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis.

Bundestagswahl: CSU verteidigt fast alle Direktmandate - Scheuer und Bär müssen Verlust hinnehmen

Ungeachtet der hohen Verluste konnte die CSU die Direktmandate in 45 der 46 bayerischen Kreise verteidigen. Nur in München-Süd lag die Kandidatin der Grünen, Jamila Schäfer, vorne. Trotzdem mussten Spitzenpolitiker der Union herbe Verluste einstecken. So holte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zwar mit 30,7 Prozent seinen Wahlkreis in Passau, verlor aber 16,8 Prozentpunkte. Zu seinem Ergebnis sagte er: „Ich hatte 3,5 brutal harte Jahre und wurde auch von der Opposition ziemlich unsanft angepackt, das wird sicherlich seine Auswirkung gehabt haben.“

Auch Digital-Staatsministerin Dorothee Bär verlor 12 Prozent*, gewann ihren Wahlkreis Bad Kissingen aber trotzdem mit 39,1 Prozent der Erststimmen. „Persönlich bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden“, erklärte Bär gegenüber der Neuen Presse Coburg, auch wenn zu diesem noch nicht alle Stimmen ausgezählt waren. Sie hatte sich jedoch bereits früh von der Konkurrenz abgesetzt. „Dieses Ergebnis liegt sowohl deutlich über dem Bundesdurchschnitt als auch über den bayerischen Zahlen“, betonte Bär. In ihren Augen spräche das klar für den Wählerzuspruch, den sie erhalten habe. „Man kann sich leider nie ganz gegen den Bundestrend behaupten“, erklärte sie ihre Verluste im Vergleich zur letzten Wahl

Bundestagswahl in Bayern - CSU größter Verlierer: Nur noch 31,7 Prozent

Bundestagswahl: Herbe Verluste für die CSU - Zweistelliger Einbruch für Ramsauer

Gleiches gilt für den ehemaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Er hat in seinem oberbayerischen Wahlkreis Traunstein zwar sein Direktmandat verteidigt, musste aber einen zweistelligen Einbruch hinnehmen. Nach Auszählung aller Gebiete kam er auf 36,6 Prozent der Erststimmen, das sind 13,7 Prozentpunkte weniger als noch 2017. Damals hatte er 50,3 Prozent geholt. (kam mit dpa)

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