Erstmals bundesweit einheitliche Ausbildung

Bundeswehr-Uni bildet zivile Bombenentschärfer aus

Allein in Bayern sind im vergangenen Jahr mehr als 200 Bomben entschärft worden - jetzt können sich in Neubiberg Zivilisten zu Fachkräften in dem Gebiet ausbilden lassen.

Neubiberg - An der Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München können sich seit diesem Semester Zivilisten zum „Fachplaner Kampfmittelräumung“ ausbilden lassen. In dem achtwöchigen Lehrgang stehen neben der eigentlichen Räumung unter anderem Organisation, rechtliche Grundlagen sowie Arbeitsschutz auf dem Seminarplan, wie die Universität am Freitag mitteilte. Zwanzig Teilnehmer beschäftigen sich seit Mitte August mit dem Bombenentschärfen, unter ihnen sind Mitarbeiter von Kampfmittelräumfirmen, Ingenieurbüros sowie Bauämtern.

Allein in Bayern haben Kampfmittelbeseitiger im vergangenen Jahr mehr als 60 Tonnen Weltkriegsmunition entsorgt und fast 200 Bombenblindgänger entschärft. Ein qualifiziertes Berufsbild gebe es bisher nicht, betonte der akademische Leiter des Angebots, Conrad Boley. Nun sei erstmals eine bundesweit einheitliche Ausbildung möglich. Für die Zulassung benötigen Interessenten ein abgeschlossenes Studium, entweder mit naturwissenschaftlicher oder ingenieurtechnischer Ausrichtung.

dpa

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