Verwaltungsgericht

Bundeswehr zahlt nicht für Zeugungsfähigkeit

Augsburg - Für einen Soldaten war die Familienplanung eigentlich abgeschlossen. Er ließ sich sterilisieren. Jetzt möchte er doch noch Kinder. Darum hat er die Bundeswehr verklagt.

Vor einigen Jahren hat sich ein Soldat sterilisieren lassen, jetzt bereut er den Eingriff. Er möchte wieder Kinder zeugen können. Darum verklagte er die Bundeswehr.

Wie die Augsburger Allgemeine  berichtet, verlangte er vom Bund, die Kosten für eine weitere Operation zu übernehmen, mit der die Sterilisation rückgängig gemacht werden kann. Der Eingriff, bei dem die Samenleiter wieder zusammengenäht wird, kostet rund 3.500 Euro.

Soldaten der Bundeswehr werden im Rahmen der truppenärztlichen Versorgung umsonst behandelt. Die Kosten für die Behandlung von Krankheiten, Vorsorgeuntersuchungen oder Verhütungsmaßnahmen übernimmt der Bund.

Die zweite Operation des Mannes muss der Staat aber nicht bezahlen. Das beschloss das Verwaltungsgericht Augsburg. Es lehnte die Klage des Soldaten ab, weil seine Zeugungsunfähigkeit aus eigenem Wunsch entstanden ist.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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