Burschen irren betrunken durch Wald - Lebensgefahr

Wildflecken - Zwei betrunkene junge Männer sind an der bayerisch-hessischen Grenze stundenlang durch die Rhön geirrt und haben sich damit in Lebensgefahr gebracht.

Einer der beiden 20-Jährigen musste schließlich von einem Polizisten wiederbelebt werden, weil seine Atmung nach rund 20 Kilometer Fußmarsch bei klirrender Kälte ausgesetzt hatte.

Wie die Polizei Würzburg mitteilte, waren die Freunde in der Nacht zum Dienstag auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr nahe Wildflecken gefunden worden - völlig entkräftet und unterkühlt. Sie kamen in ein Krankenhaus. Dort gaben die Ärzte Entwarnung, beiden gehe es besser.

Die Burschen hatten am Montagabend im hessischen Ebersburg bei einer vorgezogenen Silvesterparty gefeiert. Nach der feucht-fröhlichen Veranstaltung machten sie sich zum acht Kilometer entfernten Ferienhaus eines Verwandten auf. Da sich die beiden aus dem hessischen Lahn-Dill-Kreis in der Gegend nicht auskannten, stapften sie munter in die falsche Richtung.

Schließlich landeten die orientierungslosen Männer auf dem Truppenübungsplatz im Landkreis Bad Kissingen - das Gebiet ist in diesem Bereich nicht umzäunt. Der Übungsplatz liegt in der Hohen Rhön rund 25 Kilometer südöstlich von Fulda. Auf dem Gelände trainiert die Bundeswehr unter anderem mit Panzern und scharfer Munition.

Die Burschen waren nach der nächtlichen Wanderung bei Temperaturen um minus vier Grad derart erschöpft, dass sie von einem Notruftelefon einer Schießbahn Hilfe riefen. Ein Handy hatten sie nicht dabei. Das Bundeswehrgelände ist mehr als 7000 Hektar groß - Glück für die Verirrten, dass sich ein alarmierter Feuerwehrmann dort gut auskannte und beide schnell fand.

Als der Mann mit dem Polizisten bei den 20-Jährigen auftauchte, lagen sie neben der Notrufsäule. Einer hatte bereits aufgehört zu atmen und musste wiederbelebt werden. Der andere junge Mann war ansprechbar, aber ziemlich erschöpft. Später stellte sich heraus, dass die Hessen rund 20 Kilometer zurückgelegt hatten.

dpa

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