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Eigentlich sind sie ungefährlich. Nur um ihre Brut zu verteidigen, greifen Mäusebussarde auch Menschen an. (Symbolbild)

Raubvogel greift Jogger an

Ein aggressiver Bussard hat es auf Menschen abgesehen - Anwohner warnen vor Attacken

Am Schillinger See bei Schnaitsee sind Jogger zur Zeit mit einem mulmigen Gefühl unterwegs. Denn seit einigen Wochen attackiert ein Bussard die Freizeitsportler.

Schnaitsee - Seit beinahe neun Wochen attackiert ein Bussard Jogger und Spaziergänger am Schillinger See im Landkreis Traunstein, wie die Passauer Neue Presse berichtet. Eines der Opfer ist Marianne Fraitzl. Als sie an dem See eine Runde Joggen war, hörte sie plötzlich ein Geräusch. Sie drehte sich um und sah, wie ein Vogel im Sturzflug auf sie zukam. „Ich habe geschrien und mit den Händen gefuchtelt.“ Erst da erkannte sie, dass es sich um einen Bussard handelte. Zuvor hatte ihr bereits ihr Sohn von einem Angriff auf ihn erzählt. Beide blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Anwohner stellen Schild mit Wanrhinweis auf

Seitdem kamen weitere Vorfälle mit dem aggressiven Vogel hinzu. Allein Fraitzl wurde bereits drei Mal attackiert, und auch andere Jogger wurden bereits Opfer des Bussards, schreibt die PNP. Die Angriffe gingen sogar so weit, dass die Anwohner ein Schild aufstellten, das vor dem aggressiven Tier warnen soll. „Gefahr! Achtung: Brütender Greifvogel - Angriff von oben möglich“, heißt es darauf. Das Gebiet um den See ist bei Bussarden sehr beliebt. Zahlreiche von ihnen nutzen das Areal zur Jagd und Brut.

Bund-Naturschutz beschwichtigt und hat ganz eigene Theorie

Darin sieht auch Alois Dirnaichner, Vorsitzender der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Schnaitsee, den Grund für das Verhalten des Tieres. Er will aber gegenüber der PNP nicht von Angriffen sprechen: „Er fällt die Leute nicht an, er versucht sein Revier zu verteidigen. Darum fliegt er halt etwas tiefer.“ Dirnaichner äußert aber auch noch eine andere Theorie. Eventuell sei der Bussard in einer Falknerei aufgewachsen und wurde dann freigelassen. Dann wäre er darauf trainiert, auf Menschen zu landen.

Ein anderer Vogel sorgte kürzlich ebenfalls für Aufregung. Bei Bad Feilnbach hatte ein liebestoller Auerhahn Bergsteiger angegriffen.

Thomas Benedikt

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