Busse und Bahn werden teurer

München/Nürnberg/Augsburg - Bus- und Bahnfahrer müssen in München, Nürnberg und Augsburg schon bald tiefer in die Tasche greifen. Die Städte erhöhen die Preise für Fahrkarten. Eine Stadt ist besonders dreist.

Die Verkehrsverbünde der drei Städte kündigten Fahrpreiserhöhungen im Dezember und zu Beginn des nächsten Jahres an. In München steigen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 die Preise der Einzelfahrkarten um durchschnittlich 2,3 Prozent. Die Preise der Zeitkarten erhöhen sich laut dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) um durchschnittlich 3,2 Prozent. Die meistgekaufte Monatskarte “IsarCard 2 Ringe“ kostet beispielsweise in Zukunft 1,50 Euro mehr.

Wochenkarten werden in München ab 12. Dezember 2011 teuerer, Monatskarten und Abonnements vom 1. Januar 2012 an. Die Preise für Streifenkarten sowie Einzelfahrkarten für Kinder werden laut MVV zunächst nicht erhöht.

Im Großraum Nürnberg steigen die Fahrpreise zum 1. Januar 2012 im Schnitt um 3,19 Prozent. Wie der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) mitteilte, fallen zugleich Sonderregelungen für Bahnbenutzer in Fürth, Erlangen und Ansbach weg.

In Fürth etwa galt bisher die preiswerte Kurzstreckenfahrt für das gesamte Stadtgebiet, jetzt gilt das Ticket nur noch bis zur übernächsten Haltestelle. In Erlangen entfällt beim Jahresabo der bisherige 25-prozentige Familienrabatt für eine zweite Person. Der VGN begründet die Preiserhöhungen damit, dass die Einnahmen immer weniger ausreichten, um die Kosten zu decken. Zudem seien die staatlichen Fördermittel für den öffentlich Nahverkehr mehrmals gekürzt worden.

Um 4,5 Prozent werden die Fahrpreise durchschnittlich in Augsburg steigen. Wie der Verkehrsverbund mitteilte, sind die genauen Preisänderungen zum 1. Januar 2011 noch nicht offiziell. “Wir können noch nicht sagen, welches Ticket wieviel mehr kosten wird“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Nicht alle Fahrten sollen ihr zufolge teurer werden: Für Einzelfahrkarten im Innenraum werde man auch im nächsten Jahr nicht tiefer in die Tasche greifen müssen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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