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Bamberg mit seinen Stadtwahrzeichen Dom (l) und Altenburg hat nach dem Abzug der US-Truppen viel vor.

Chancen für Stadtentwicklung

Nach US-Truppenabzug: Bamberg will wachsen

Bamberg - Seit Jahren steigen die Mieten in Bamberg, die Unesco-Welterbestadt ist nicht nur bei Studenten beliebt. Im Vorjahr hat die US-Armee ihren Standort in Bamberg aufgelöst - und die Stadt hofft nun auf neuen Wohnraum und sinkende Mieten.

Ein komplett neues Stadtviertel, Beruhigung auf dem angespannten Wohnungsmarkt und ein Wachstumssprung bei der Einwohnerzahl: Die Stadt Bamberg hat am Mittwoch Pläne zur künftigen Nutzung des ehemaligen US-Militärgeländes vorgestellt. Man wolle einen „vernünftigen Mix“ aus Wohnungen, Gewerbe sowie Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen erreichen, sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Die Konversion, also die Umnutzung des einstigen Militärareals, sei eine „Jahrhundertchance für die Stadt“.

450 Hektar wurden frei

Im vergangenen Jahr hat das US-Militär das 450 Hektar große Gelände aufgegeben, das ist ein Zehntel der Stadtfläche. Mit dem neuen Stadtteil soll die Bevölkerungszahl bis 2025 um 5000 steigen. Derzeit leben rund 71 500 Menschen in Bamberg. Zum Vergleich: In den vergangenen 40 Jahren ist die Einwohnerzahl gerade einmal um etwa 1500 gestiegen.

Die Wohnungen in den früheren US-Liegenschaften sollen aber auch den Mietmarkt in der bei Studenten und Zuzüglern aus dem Umland beliebten Unesco-Welterbe-Stadt entspannen. „Wir haben einen überhitzten Wohnungsmarkt“, sagte Starke. Mit der Konversion verbinde er auch die Hoffnung auf sinkende Mietpreise.

Ein Konzertsaal für Bamberg?

Für die Gestaltung des neuen Stadtquartiers hatte die Kommune einen Wettbewerb ausgelobt, zwei Planungsbüros wurden zu Siegern gekürt, die ihre Entwürfe am Mittwoch vorstellten. Auf dem Gelände der ehemaligen Lagarde-Kaserne könnte demnach unter anderem ein mittelgroßer Konzertsaal entstehen - neben dem schon bestehenden und von Experten gelobten Konzert- und Kongresszentrum an der Regnitz, in dem die Bamberger Symphoniker auftreten.

Die Stadt Bamberg verhandelt derzeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über den Kauf des ehemaligen Militärgeländes. Starke betonte, dass die Kommune das Areal komplett übernehmen wolle: „Wir wollen nicht die Filetstücke Investoren überlassen.“ Wie viel Geld Kauf und Konversion kosten, ist nach Worten des Oberbürgermeisters noch völlig offen.

dpa

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