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Lernwillig aber mit dem Stoff allein sind viele Kinder

Neues Projekt

Chancengleichheit an Schulen: Talent statt Geld

München – Der Geldbeutel der Eltern und das soziale Umfeld haben in Bayern oft Auswirkungen auf den schulischen Erfolg eines Kindes. Mit Profilklassen will die bayerische Staatsregierung nun gegensteuern.

Ab September wird es am Dürer Gymnasium in Nürnberg und am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg solche Profilklassen geben, berichteten Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) und Stifter Roland Berger am Mittwoch. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sollen dort individuell gefördert werden. „Das Ziel ist ein bestmöglicher Schulabschluss“, sagte Seehofer. Zunächst startet jeweils eine fünfte Klasse. Insgesamt 31 Mädchen und Buben, davon 24 mit Migrationshintergrund, haben bereits einen Platz. Meist ging die Initiative vom Grundschullehrer aus. „Jeder hat einen Schüler, von dem er weiß: Aus dem könnte richtig was werden, wenn sich jemand um ihn kümmert“, sagte Berger.

Wer in den Profilklassen lernt, ist Stipendiat des Deutschen Schülerstipendiums. Die Roland Berger Stiftung vergibt dieses Stipendium seit 2008 an Kinder aus sozial benachteiligten Familien ab der ersten Klasse. Sie bekommen zusätzlichen Unterricht und einen ehrenamtlichen Mentor, der auch mal mit ihnen ins Theater oder in den Zoo geht. „Von 600 Teilnehmern haben inzwischen 64 Abitur gemacht, alle mit eins Komma“, sagte Roland Berger.

Zwischen 6000 und 10.000 Euro pro Schüler und Jahr lässt sich die Stiftung die Profilklassen kosten. Die Eltern müssen nichts bezahlen, auch dann nicht, wenn die Kinder, wie in Würzburg möglich, im Internat wohnen.

Zum Schuljahr 2014/2015 soll die Kooperation zwischen der Stiftung und dem Freistaat dann noch weiter ausgebaut werden. In Ingolstadt ist eine komplette Profilschule geplant. Sie soll Grundschule und Gymnasium unter einem Dach verbinden. So könnten die Kinder vom ersten bis zum letzten Schultag Unterstützung bekommen.

mcf

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